Stadtbücherei zog positive Bilanz

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Helga Hennig, Magdalena Janßen-Köller, Natalie van Emmerloot und Steffin Winnand sind gerne Ansprechpartnerinnen in allen Fragen rund um die Bücherausleihe

Wer behauptet, die Deutschen läsen immer weniger Bücher, so gilt das sicherlich nicht für die Emmericher. Die Stadtbücherei konnte mit rund 90.000 Ausleihen im vergangenen Jahr die Vorjahreszahlen halten.




Die Leiterin der Einrichtung, Magdalena Janßen-Köller, ist mit Ergebnis zurfrieden, und auch mit Etat, der vor einigen Jahren zusammengestrichen wurde, hat sich ihr Team eingerichtet. Zwar sei der Ausbildungsplatz dem Rotstift zum Opfer gefallen, sie gehe aber davon aus, dass man vielleicht 2016 wieder einen Ausbildungsplatz im Bereich ‚Fachangsestellte für Medien und Information Fachhbereich Bibliothek einstellen könne. Auch die Sorge, die eBooks verdrängten das ‚richtige’ Buch vom Markt, ist zumindest in Emmerich unbegründet. Mit fünf bis zehn Prozent machen die eBooks nur einen kleinen Teil der Leser-Vorlieben aus. Allerdings bekennt Magdalena Janßen-Köller, dass die Benutzung der eBooks für Einsteiger nicht immer ganz einfach sei und dass es bei der Wahl der Geräte durchaus Tipps brauche, damit nachher auch alles klappt. Diese Tipps bekommen Interessierte in der eBook-Sprechstunde, die das Team regelmäßig anbietet.

Tipps fürs eBook


Wer sich für eine solches Gerät interessiert, hat die Möglichkeit, erste Schritte mit einem Leihgerät zu machen und dann zu überlegen, ob einem das gefällt. Eine ‚Marscherleichterung’ beim Reisegepäck sei diese online-Lektüre allemal, so Janßen-Köller. Nicht zuletzt auch wegen des Einsatzes ehrenamtlicher Mitarbeiter kann der Betrieb in der Stadtbücherei reibungslos vonstatten gehen. Die Kräfte unterstützten das Team aus vier Festangestellten im Bereich der Ausleihe. Lesepaten-Ausbildung, Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, Vorlesewettbewerbe und die Leseförderung über Projekte wie ‚Lesen macht stark’ gehören zu den Anstrenugen, die das Bücherei-Team unternimmt, um die Lesefreude besonders bei Kindern zu wecken und zu fördern. Das gehe mit interaktiven Büchern, bei denen die kleinen Leser selbst Einfluss auf das Geschehen nehmen können, besonders gut, so Janßen-Köller. Historische Romane, Krimis mit Lokalkolorit und Fantasy-Romane, das waren die Ausleihehits 2014 bei den Erwachsenen. Auch in der Altergruppe der Sechs- bis Zehnjährigen liegen die Fantasiegeschichten voll im Trend. Das gelte auch noch für die bis zu Zwölfjährigen. Danach sei aber offenbar pubertätsbedingt und weil die Schule die Jugendlichen sehr beanspruche erstmal Schluss mit dem Lesen ausgeliehener Bücher. Für das neue Jahr plant das Bücherei-Team, das Leseangebot auszubauen und an Projekten zur Leseförderung teilzunehmen. Im Großen und Ganzen aber sei man mit der Situation recht zufrieden, zog die Chefin der Bücherei Bilanz.
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