Männermimik und Kopfkino - KPR 12 "Big City Life"

Wann? 01.12.2013 11:00 Uhr

Wo? Exodos, Bochumer Straße 134, 45886 Gelsenkirchen DE
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Karl Walter Sprungala (Foto: Karl Walter Sprungala)
Gelsenkirchen: Exodos | Zwei großartige Schauspieler, der Gelsenkirchener Ulrich Penquitt und der in Aachen lebende Karl Walter Sprungala, bilden am 01. Dezember 2013 den krönenden Abschluss auf der Bühne der KPR 12 „Big City Life“


Theater-Lesungs-Matinee um 11:00 Uhr mit Büchners "Lenz" (Sprungala) und Dostojewskis "Der Großinquisitor" (Penquitt )

Der Dichter Jakob Reinhold Lenz wanderte 1778 in die Vogesen nach Waldersbach und besuchte den dort ansässigen Pfarrer Johann Friedrich Oberlin. Dort in den Bergen bricht erneut seine Schizophrenie oder "Geisteskrankheit" aus. Die Trennung zwischen ihm und dem,was um ihn herum ist, hebt sich auf. Pfarrer Oberlin,der den Anfällen von Lenz relativ hilflos gegenüber steht, führt über diese 20 Tage, die Lenz sich bei ihm aufhielt, eine Art Tagebuch. Dieses Tagebuch ist das Material für die Erzählung "Lenz"von Georg Büchner, in der der Wahnsinn von Lenz und der "Wahnsinn" der Natur aufeinanderprallen oder sich vermischen. Karl Walter Sprungala versucht diese Reise in den Kopf von Lenz und wieder aus ihm heraus zu erzählen, eine Geschichte, die so alt ist, wie sie neu ist.

Karl Walter Sprungala studierte von 1982 bis 1986 Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin. 2010 erhielt er den Kurt-Sieder-Preis für herausragende schauspielerische Leistung. Nach festen Theaterengagments ist er heute freiberuflich sowohl in Theater- und Fernsehproduktionen zu sehen und zu erleben.


Die Parabel vom "Großinquisitor" ist eine Binnenerzählung aus dem Roman "Die Brüder Karamasow". „Die Brüder Karamasow“ ist der letzte Roman des russischen Schriftstellers
Fjodor Dostojewski( 1878–1880).
Die Handlung kreist um drei Brüder, die im Konflikt mit ihrem moralisch
verkommenen Vater stehen.

In einem Gedankenspiel Iwans, lässt er Jesus Christus zu Zeiten der
spanischen Inquisition auf die Erde zurückkehren.
Kaum erkannt, wird Jesus vom Großinquisitor in den Kerker geworfen.
Nachts schleicht sich der Großinquisitor zu Christus.

Wie würde Kardinal Meisner reagieren, wenn Christus vor dem Kölner Dom
stehen und Frieden predigen würde?
Warum verschwindet nicht ‚das Böse’ aus der Welt?
Damit ist mit dem Text nicht nur eine religiöse Frage verknüpft, sondern
auch die Frage nach dem Handeln in Freiheit.
Wohin führt mich diese Freiheit. Macht sie mich gut oder schlecht?
Amoklauf oder Pfadfindertum?

Der Theatermacher und Schauspieler Ulrich Penquitt betreibt und bespielt seit Jahren das in Gelsenkirchen beheimatete Trias Theater. Zwar ohne eigene Spielstätte aber mit enormer Spielfreude verkörpert und inszeniert er Tragisches und Komisches, Klassisches und Experimentelles.
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