Das Wasser war jahrelang ihr Element

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Auf Einladung der VHS Ennepe-Ruhr-Süd trafen sich die Teilnehmenden des Kurses „Bewegungsgymnastik im Wasser ab 55“ im Café DIAlog, um bei Kaffee und Kuchen an die schöne Zeit zurück zu denken. (Foto: André Sicks)
Gevelsberg: Bürgerzentrum (VHS) |

Wasser gibt einem Menschen nicht nur physischen, sondern auch psychischen Auftrieb. Es ist zudem ein Element, um gelenkschonend und vor allem schmerzfrei, aber trotzdem sehr effektiv, trainieren zu können. Wovon auch die Teilnehmenden des VHS-Kurses „Bewegungsgymnastik im Wasser für Menschen ab 55“ über zwei Jahrzehnte lang profitieren konnten.

Unter der Leitung von Marion Bösel-Weßler traf man sich regelmäßig einmal wöchentlich im Lehrschwimmbecken der Städtischen Realschule auf der Alten Geer, um gezielt Gleichgewicht, Koordination, Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit in Einklang zu bringen. Zudem stärkten Spaß und die leichteren Bewegungsmöglichkeiten im kühlen Nass das Wohlbefinden eines jeden.
Im Januar 2016 war dann jedoch auf einmal alles vorbei. Die Dozentin Marion Bösel-Weßler, die seit 1991 diesen Kurs an der VHS geleitet hat, entschied im Herbst 2015 dazu, sich neuen Aufgaben zuzuwenden. So war es dann auch insbesondere für diejenigen, die bereits in den 90er Jahren dieses Kursangebot für sich entdeckt hatten, sehr schade, als sich herausstellte, dass keine entsprechende Nachfolgerin gefunden werden konnte. Denn solch eine lange Zeit, verbindet nicht nur, sondern schweißt vor allem auch zusammen und lässt Freundschaften entstehen.

Es wurde an die gemeinsame Zeit erinnert

Auf Einladung der VHS Ennepe-Ruhr-Süd traf man sich daher nun noch einmal im Café DIAlog, um gemeinsam bei Kaffee und Kuchen gebührend den unerwarteten Abschluss dieser langen Zeit zu feiern. Viele Erinnerungen und Erlebnisse kamen dabei auf den Tisch, die zeigten, wie stark und eingeschworen die Gemeinschaft der Teilnehmenden in dieser Zeit geworden war. So traf man sich unter anderem bei runden Geburtstagen in der Eisdiele oder klönte zum Abschluss eines jeden Jahres bei einer Tasse Kaffee. „Wir waren zwar als fester Stamm eine eingeschworene Gemeinschaft, dennoch wurde jede/r, die/der neu hinzukam, mit offenen Armen von uns aufgenommen“, erzählten die rüstigen Senioren. Auf die Frage, was sich im Laufe der 25 Jahre an dem Kurs selbst verändert hätte, kam man sehr schnell auf die Musik zu sprechen. In den Anfängen, so wurde berichtet, machte man die Bewegungen synchron zur Musik, in den späteren Jahren lief sie nur noch gelegentlich leise im Hintergrund. Auch die Schwimmnudel zur Verstärkung des Trainingseffekts wurde erst später eingeführt, so etwas gab es früher noch nicht.

Die Gruppe wünscht sich, den Kurs weiterführen zu können

„Es ist jammerschade, dass sich unser Kurs nun aufgelöst hat“, war man sich einig. Mittlerweile hatte sich der ein oder andere zwar anderen Kursen gewidmet, die im reichhaltigen Angebot der VHS zu finden sind, dennoch wäre es ihnen am liebsten, wenn sich ein neuer Dozent finden würde, der den bisherigen Kurs „Bewegungsgymnastik im Wasser für Menschen ab 55“ weiterführt. In allen Äußerungen der Teilnehmenden war spürbar, dass diese Gruppe gerne zusammenbleiben möchte. Und so machte ihnen Iris Baeck, stellvertretende Direktorin der VHS EN-Süd, abschließend den Vorschlag, zum gewohnten Zeitpunkt ein Kursangebot ins Leben zu rufen, das mit leichter Gymnastik außerhalb des Wassers dazu beiträgt, dass die körperliche Beweglichkeit und das Gemeinschaftsgefühl der Gruppe auch für die Zukunft erhalten bleibt. Sofern sich kein Nachfolger findet, eine schöne Alternative, die von den Teilnehmenden sehr begrüßt wurde.
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