„10 vom SEK stürmten mein Haus als ich schlief!“: Großfahndung Hassumer Straße

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„Ich habe geschlafen, als plötzlich meine Haustür aufgebrochen wurde! An die zehn Mann einer SEK-Spezialeinheit drangen mit gezückten Waffen in mein Haus ein!“: Der Schock vom gestrigen Donnerstag steckt Anwohner Aadrian Zweers noch mächtig in den Gliedern.

Schafe Grasen, Pferde stehen - entspannt kauend - auf der Weide: Hassum wirkt einen Tag nach der Großfahndung nach einem Forensik-Patienten idyllisch und verschlafen, wie eh und je. Der Schein trügt jedoch. Aadrian Zweers wohnt auf der Hassumer Straße, ganz in der Nähe der Strlle, an der die Polizei gestern den verunfallten, verlassenen Fluchtwagen des Verbrecher-Paares aufgefunden hatte. Zweers ist auch einer der Anwohner, deren Grundstücke die Polizei am gestrigen Donnerstagnachmittag gestürmt hatte, um den Flüchtigen aus der LVR-Forensik Bedburg-Hau und seine bewaffnete Befreierin aufzuspüren (wir berichteten).

Er könne das Erlebte nicht so schnell verarbeiten

Er hat derzeit Urlaub, den hatte er sich auch anders vorgestellt als 2 Stunden 200 Meter vor seinem Haus auszuharren, bis die vermummten SEK- Leute fertig mit der Durchsuchung waren. "Die Polizei hat mir sehr geholfen und auch die Türe wurde umgehend in Stand gesetzt“, erzählt der Hassumer. Aber verarbeiten kann er das Erlebte so schnell nicht. Er habe ziemlich schlecht geschlafen letzte Nacht. Man helfe sich mit den Nachbarn gegenseitig durch gemeinsame Gespräche, um die Geschehenisse zu verarbeiten, erzählt er.

Hintergrund: Ein 27-Jähriger Forensik-Insasse war anlässlich eines Arztbesuchs in Kleve am vergangenen Donnerstag gegen 12.30 Uhr von einer bewaffneten Komplizin befreit worden und geflüchtet. Das Paar verunfallte in einem gestohlenem Fahrzeug an der Hassumer Straße und setzte seine Flucht zu Fuß fort. Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen unter Einsatz insbesondere von Hubschraubern, Suchhunden, auswärtigen Polizeikräften und der Bundespolizei waren bis Redaktionsschluss negativ verlaufen.

Aufgrund der anzunehmenden Bewaffnung der beiden Gesuchten bittet die Polizei dringend, nicht an die gesuchten Personen heran zu treten, sondern im Falle von Hinweisen die Polizei umgehend unter Telefon 110 zu informieren.
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Christiane Bienemann aus Kleve | 22.05.2015 | 17:48  
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