2. Handball-Bundesliga: Eintracht-Remis in Springe

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Die Hagener verdeutlichten von Beginn an, dass sie die schwache Leistung unter der Woche gegen die HG Saarlouis schnell vergessen machen wollten. Die Mannschaft von Trainer Lars Hepp ging vorne wie hinten extrem engagiert zur Sache, Neuzugang Patrik Kvalvik feierte dabei ein gelungenes Debüt. Der Schwede rutschte in der Defensive gleich in die Startformation, verteidigte neben Pavel Prokopec, und hinterließ einen starken Eindruck – solange die Kräfte hielten. Beim 6:3 (11.) setzte sich der VfL erstmals mit drei Treffern ab, ließ sich auch von dem zwischenzeitlichen Ausgleich nicht irritieren, spielte weiter konstant seinen Streifen weiter und ging somit auch mit einer verdienten Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, Torhüter Jürgen Müller ließ nach seiner Einwechslung in der 34. Minute in den folgenden 14 Minuten lediglich vier Gegentreffer zu und war damit neben der knüppelharten Deckung ein Faktor dafür, dass die Eintracht sich bis auf 25:20 (53.) absetzte.

Danach begann die extrem hektische und hitzige Schlussphase, bei der die Zeitstrafe gegen Maurice Herbold nach einem Foul an Fannar Þór Friðgeirsson wie eine Vorentscheidung wirkte. Doch weit gefehlt: Zwar gelang den Gästen nach einem Gegentreffer noch das 27. Tor durch den bärenstarken Kapitän Jens Reinarz, doch danach lief trotz der Überzahl nur noch wenig zusammen, reihten sich einige vermeidbare Fehler aneinander. Vier Sekunden vor dem Ende pfiffen die Schiedsrichter Zeitspiel gegen Hagen. Oliver Tesch stürzte sich beim Versuch möglichst schnell an das Leder zu gelangen auf den ballführenden Jan von Boenigk und verpasste ihm im Gerangel einen Fausthieb ins Gesicht. Die Konsequenz: eine rote Karte für Tesch. Allerdings disqualifizierten die Schiedsrichter Tisch zwar, entschieden aber auch auf Strafwurf für Springe. Nach minutenlangen Diskussionen verwandelte Maximilian Kolditz auch seinen fünften Strafwurf sicher und rettete seinen Farben einen Punkt.

Moralischer Sieger waren am Ende sicherlich die Gastgeber, die einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt holten. Die Grün-Gelben hingegen mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie einen Fünf-Tore-Vorsprung in der 53. Minute sowie einen Drei-Tore-Vorsprung bei 150 noch zu spielenden Sekunden nicht über die Runden gebracht haben.
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