Phoenix Hagen präsentiert neue Unternehmensstruktur

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Im Rahmen eines Sponsorentreffens hat Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen am Donnerstagabend weitreichende strukturelle Veränderungen angekündigt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Thomas Haensel, Geschäftsführer Oliver Herkelmann, Rechtsanwalt Dr. Thomas Streppel und Wirtschaftsprüfer Dr. Dietmar Cramer erklärten im Märkischen Forum der Märkischen Bank vor rund 120 Vertretern von Partnern des Klubs, wie sich Phoenix Hagen den bevorstehenden Aufgaben stellen will.

„Bei den ständig wachsenden Anforderungen an einen Erstligisten brauchen wir jetzt eine tiefe Zäsur, um auch künftig strukturell und wirtschaftlich bundesligatauglich zu sein“, sagt Oliver Herkelmann. „Phoenix Hagen ist ein noch junges Projekt, das sich unglaublich schnell und positiv entwickelt hat. Zu Zweitligazeiten konnte die Struktur organisch mitwachsen, in der Basketball Bundesliga sind die wirtschaftlichen Erfordernisse und die nötigen Kompetenzen aber ganz andere. Es ist alternativlos für uns, die Dinge nun diesen Gegebenheiten anzupassen, wenn wir dauerhaft erstklassig bleiben wollen.“

Phoenix Hagen will darum auf neue Köpfe und auf eine neue Gesellschaftsform setzen. „Wir öffnen uns mehr denn je für Einflüsse von außen. Wir brauchen frischen Wind in den Gremien und müssen uns besser in der Region und darüber hinaus vernetzen als bisher“, so Herkelmann. Das heißt operativ: Es laufen konkrete Planungen zur Gründung einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (GmbH & Co. KGaA), die unter anderem auch die Fußballvereine Borussia Dortmund, Hertha BSC Berlin, 1.FC Köln, Hannover 96 oder SpVgg Greuther Fürth als Rechtsform gewählt haben.

„Nach Möglichkeit soll die Gründung der GmbH & Co. KGaA bis Januar erledigt sein“, erklärt Oliver Herkelmann an. „Mit dieser hoch kapitalisierten Gesellschaft, die zunächst einmal noch kein operatives Geschäft betreibt, hätten wir dann die Voraussetzungen für das weitere Vorgehen geschaffen.“ Die neue Gesellschaft wird die Phoenix Hagen GmbH in der Folge nach und nach stärken, indem sie ihr materielle und immaterielle Güter abkauft. „So ermöglichen wir es, die Verbindlichkeiten der GmbH abzubauen. Nach Abschluss dieses Prozesses ist eine Zusammenführung oder Verschmelzung der alten und der neuen Gesellschaft das Ziel“, sagt Herkelmann. „Letztendlich dient diese Struktur dazu, neue Partner einzubinden und das Kapital zu erhöhen. Weitere starke Unternehmer als Gesellschafter sollen ein wirksames Netzwerk bilden, auch für die Sponsorenakquise.“

Neben der Entschuldung der von Verbindlichkeiten aus zwei Hallenprojekten geplagten Phoenix Hagen GmbH und frischen Ideen bei der Weiterentwicklung des Projekts sieht Oliver Herkelmann in der neuen Gesellschaftsform einen weiteren wesentlichen Vorteil: „Wir werden durch die Kommanditgesellschaft auf Aktien noch transparenter und gewinnen sogar wieder etwas von einem klassischen Verein zurück. In einem weiteren Schritt ist zeitnah die Öffnung der KGaA für Kleinaktionäre – ob Sponsoren oder Fans – geplant. Wie bei einem Verein wird es auch eine Jahreshauptversammlung geben.“ Von ersten neuen Gesellschaftern haben die Phoenix-Verantwortlichen bereits feste Zusagen. „Dieser Prozess soll Anfang Dezember weitgehend abgeschlossen sein. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir mindestens sechs neue Partner gewinnen können. Und: Wir sind für weitere Gespräche offen.“ Auch der Aufsichtstrat soll im Zuge der Neuausrichtung anwachsen und neu aufgestellt werden.
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