Stadtwerke-Infotag als Dankeschön - Keine pauschalen Entschädigungen

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Von den Stadtwerken Hemer erhielt unsere Redaktion am 23.4.2013 folgende Pressemitteilung:

"Nach der Trinkwasserbelastung wollen sich die Stadtwerke Hemer für Langmut und Geduld bei den Hemeraner Bürgern in Landhausen und Stübecken bedanken. Daher veranstaltet das kommunale Unternehmen einen Informationstag rund um das Thema Trinkwasser. Die betroffenen Bürger hatten von Mitte Januar bis Mitte März ihr Trinkwasser aufgrund einer Verunreinigung abkochen müssen. „Wir möchten uns nicht nur für die Geduld und das Verständnis der Anwohner bedanken, sondern auch für die konstruktive Mithilfe. Das war nicht selbstverständlich“, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Heiko Lingenberg. Der Aufsichtsrat hat den Informationstag im Sommer in seiner letzten Sitzung beschlossen.


Nachdem das Gesundheitsamt am 12. Januar ein Abkochgebot angeordnet hatte, waren zunächst kritische Stimmen laut geworden, die den Stadtwerken Verfehlungen vorwarfen. „Die Kritik war verständlich. Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1 und ein sensibles Gut. Die Bürger haben aber ziemlich schnell gemerkt, dass die Stadtwerke das Problem sehr ernst genommen haben und von Beginn an seriös an einer Lösung gearbeitet haben“, so Lingenberg. So informierte das kommunale Unternehmen von Anfang an über die eigene Website, mit täglichen Presse-Informationen über aktuelle Probenergebnisse und stand den Bürgern in zwei Bürgerinformationsversammlungen Rede und Antwort und unterstützte die Einführung eines Runden Tisches zur Trinkwasserproblematik.
Das Kapitel ist inzwischen überstanden. Die Chlorung des Trinkwassers wurde in den betroffenen Gebieten eingestellt, das Abkochgebot bereits seit längerem wieder aufgehoben. Sämtliche Probenergebnisse entsprechen den hohen Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Momentan werden diese Proben noch wöchentlich genommen. „Das ist aller Voraussicht noch bis Ende April so. Dann rechne ich damit, dass in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die nach der Trinkwasserverordnung vorgeschriebene Routineanalytik durch zu führen ist“, erklärt Lingenberg. Die Routinewasseruntersuchungen sehen in Abhängigkeit von der Probenahmestelle monatliche bis quartalsweise Beprobungen des Trinkwassers vor. Das Gesundheitsamt und die Stadtwerke haben sich aber schon darauf verständigt, dass die Probenahmestellen neu ausgewählt werden sollen, um so eine noch bessere freiwillige Qualitätsüberwachung zu ermöglichen.

Darstellung der Trinkwasserförderung

Gegen Ende der Sommerferien soll der Informationstag rund um das Thema Trinkwasser auf dem Werksgelände der Stadtwerke stattfinden. Lingenberg: „Hierzu werden wir alle Anwohner in Landhausen, Stübecken und Becke auch noch einmal separat einladen. Bei diesem Informationstag besteht auch die Möglichkeit des persönlichen Austausches zwischen betroffenen Kunden und den Mitarbeitern der Stadtwerke. Die Stadtwerke werden die Gelegenheit nutzen, um den interessierten Kunden die Systematik der Trinkwasserförderung und –aufbereitung darzustellen

Der Informationstag soll ganz im Zeichen des Themas Trinkwasser stehen. Shuttle-Busse bringen die Gäste zu den Wasserwerken, wo interessierten Kunden Führungen angeboten werden. Die Stadtwerke werden noch einmal auf die vorgefundenen möglichen Ursachen eingehen und den zur Ursachenfindung erforderlichen, sehr hohen Aufwand erläutern. „Was die 30 Mitarbeiter in den vergangenen Wochen geleistet haben, war enorm. Da ziehe ich meinen Hut. Sie haben sich weit über Gebühr für die Menschen in Hemer eingebracht“, so Lingenberg. So etwas sei nur in einem kommunalen Unternehmen möglich, dessen Mitarbeiter in Hemer verwurzelt sind.

Keine pauschalen Entschädigungen

Um die Akte „Trinkwasserverunreinigung“ endgültig zu schließen und sich wieder voll und ganz dem Tagesgeschäft zuwenden zu können, prüft die Versicherung der Stadtwerke Hemer zurzeit noch eingegangene Entschädigungsforderungen. „In Fällen von nachweisbaren gesundheitlichen Einschränkungen und in Härtefällen wird es wohl Regelungen seitens unserer Versicherung geben, jedoch beschränken sich diese auf sehr wenige Fälle“, so Aufsichtsratsvorsitzender Lingenberg, „Pauschale Entschädigungen werden die Stadtwerke Hemer jedoch nicht zahlen. Wir leiten aber weiterhin alle eingehenden Forderungen an unsere Versicherung zur Entscheidung weiter.“
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