Pfingstkirmes im Wandel

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Die Mendener Stadtverwaltung hat Konsequenzen aus der "Kirmesaffäre" gezogen und lange an einem neuen Konzept für das Vergabeverfahren der Stellplätze an die Schausteller gearbeitet. Dies erläuterten gestern der 1. Beigeordnete Sebastian Arlt und Ordnungs-#+amtschefin Martina Potthoff (r.) der Presse und stellten die neue Marktmeisterin (oder auch "Städtische Eventmanagerin") Cordula Braun vor.

Menden. "Die Pfingstkirmes ist wichtig und wir müssen nach vorne blicken", betonte am heutigen Dienstag Mendens 1. Beigeordneter Sebastian Arlt, bevor er und Ordnungsamtsleiterin Martina Potthoff geplante Änderungen der Kirmes erläuterten.

Es ist kein Geheimnis, dass es bei der Abwicklung der Kirmes zuletzt "Probleme" gegeben hatte. "Die Staatsanwaltschaft gibt uns aber über den aktuellen Stand der Ermittlungen keine Informationen", so Arlt weiter.
Gestern wurde die Nachfolgerin der ehemaligen Marktmeisterin vorgestellt: Cordula Braun aus Asbeck, die bei der Mendener Stadtverwaltung ihre Ausbildung gemacht hatte und die letzten 16 Jahre auf der Feuerwache im "Vorbeugenden Brandschutz" tätig war.
Sebastian Arlt bezeichnete Cordula Brauns Posten augenzwinkernd auch als "Städtische Eventmanagerin". Wobei die "Neue" nach außen hin weitaus weniger das "Gesicht der Kirmes" sein wird als ihre Vorgängerinnen.
Denn die waren beruflich auch auf auswärtigen Kirmesveranstaltungen unterwegs, um Anregungen zu sammeln und Fahrgeschäfte in Augenschein zu nehmen.
Das ist künftig so nicht mehr erwünscht, die Zuschläge bekommen die Schausteller aufgrund ihrer Bewerbungen - falls die Politik (der Ausschuss für öffentliche Sicherheit und Ordnung) den Plänen der Verwaltung zustimmt.
Das heißt, die Bewerbungen der Schausteller, die auch online vorgenommen werden können, müssen demnächst aussagekräftiger sein. Gerne auch mit Links und Videos!
"Die Schausteller müssen bei ihrer Bewerbung mehr leisten", ergänzte Martina Potthoff. "Aber die Anforderungen steigen nicht spürbar."
"Wir haben das Bewerbungsverfahren konkretisiert und stärker formalisiert und so eine zweckmäßige Lösung gefunden", betonte Sebastian Arlt. Das heißt: Zunächst wird jetzt im Ordnungsamt die Planung der Kirmes erstellt - welche Flächen, wieviele Stände. Dann werden die Ausschreibungen vorgenommen. Anschließend wertet sie ein Arbeitskreis, der aus Martina Potthoff, Cordula Braun und einem/einer weiteren Odnungsamtsmitarbeit/in besteht, aus und vergibt Punkte. Anhand der Punkte, die auch das Rechnungsprüfungsamt checkt, werden anschließend die Zusagen erteilt.
"Theoretisch könnte so eine völlig neue Zusammensetzung des Schaustellerangebotes entstehen", meinte Martina Potthoff. "Aber das glaube ich nicht."
Sebastian Arlt denkt ähnlich: "Neuerungen sind gut, aber niemand möchte jedes Jahr etwas Neues sehen."

Neuheiten
bevorzugt


Allerdings - und das macht die Sache für die Besucher spannend - sollen künftig Schaustellergeschäfte, die noch nicht in Menden waren und deren Angebote, nach Meinung der Arbeitsgruppe, interessant sind, bevorzugt zugelassen werden. Und das, ohne dass dafür andere - ähnliche - Fahrgeschäfte automatisch wegfallen. So gesehen, könnte sich also doch eine andere Zusammensetzung des Kirmesangebotes ergeben.
Bis zum 31. Oktober werden noch Bewerbungen gesammelt, dann erfolgen die Zusagen bis zum 15. Januar. Abgesagt wird bis 15. Februar.
Doch das ist noch alles Zukunftsmusik: Ihre Bewährungsprobe muss Cordula Braun, die "Neue", nämlich nicht erst bei der Pfingstkirmes 2017 bestehen. Denn erst einmal naht bald der "Mendener Herbst".
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