Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Eulenspiegel ist tot"

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Es gibt Menschen, die kennt man eigentlich gar nicht so gut - und doch werden sie einem ewig in Erinnerung bleiben.

Der in dieser Woche verstorbene Germann-Ulrich Gläser war so ein Mensch. Das Original, das optisch das ganze Jahr über an einen kauzigen Weihnachtsmann erinnerte und nicht nur in Menden stadtbekannt war, bleibt für mich immer mit dem Weihnachtsfest 2002 fest verbunden.
Da hatte ihm der Stadtspiegel nämlich die Titelgeschichte gewidmet. Überschrift: „Eulenspiegel von Menden“. Untertitel: „Germann Gläser: Holzschnitzer und einer der letzten Märchenerzähler“.
Als ich damals Germann Gläser für unser Interview zuhause besuchte, war es, wie in eine andere Welt einzutauchen. Nicht nur wegen seiner geschnitzten Holznikoläuse, die in allen möglichen Größen und Formen überall herumstanden, sondern, weil ich nie wusste, wann er mich im Gespräch bewusst auf den Arm nahm, um zu provozieren und zum Nachdenken anzuregen, und wann er es ernst meinte. Ein Interview, wie ich es zuvor und nachher nie erlebt hatte! Eben ein echter „Eulenspiegel“.

Und noch aus einem anderen Grund bleibt diese Heiligabend-Ausgabe in guter Erinnerung:
Damals hatte „unser“ Stadtspiegel nämlich bei einem verlagsweiten Wettbewerb den 1. Platz belegt.

Siehe auch hier.
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Detlef Albrecht aus Menden (Sauerland) | 14.11.2015 | 07:10  
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