KKV unterstützt Initiative von Bürgermeister Zimmermann: Fremdenfeindlichkeit darf keinen Nährboden finden

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„Wer tagtäglich die Schreckensnachrichten über die Verfolgung und Ermordung von Christen, Jesiden, Muslimen und anderen religiösen Gruppierungen hört oder sieht, muss ein Herz aus Stein haben, wenn er es ablehnt, dass Deutschland solchen Leuten Asyl gewährt.“ Mit diesen Worten unterstreicht Bernd-M. Wehner, Monheimer Bundesvorsitzender des KKV, Verband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung, die Notwendigkeit Flüchtlinge aufzunehmen. Schon aus Gründen der Humanität müsse Deutschland Asylanten Hilfe leisten. Dies gelte erst recht, wenn man den Menschen als Ebenbild Gottes sehe, der mit einer unverfügbaren Menschenwürde ausgestattet sei. Selbstverständlich könne Deutschland nicht allein das Migrantenproblem der Welt lösen. „Aber wir sollten tun, was wir können. Und wir können viel hier tun.“ Der KKV appelliert deshalb an die Bevölkerung, den Flüchtlingen vorurteilsfrei zu begegnen und nicht einfach Stammtischparolen zu übernehmen. Es sei erschreckend und durch nichts zu entschuldigen, wenn in Einzelfällen Flüchtlingsheime angezündet oder Parolen wie „Ausländer raus“ geschrien würden.

Deshalb unterstützt der katholische Sozialverband auch die Initiative von Bürgermeister Daniel Zimmermann am Freitag zu einem „Fest der Kulturen“ in Monheim einzuladen, um so deutlich zu machen, dass Monheim „keinen Nährboden für Fremdenfeindlichkeit“ bietet. „Vorurteile baut man am besten ab, wenn man mit Flüchtlingen ins direkte Gespräch komme“ so der Vorsitzende des Monheimer KKV, Herbert Süß. Man merke dann schnell, „es sind Menschen wie du und ich. Nur mit dem Unterschied, dass sie ihre gesamte Habe und ihre Heimat und vielfach sogar ihre Familienangehörigen verloren haben.“ Und hier gelte – nicht nur für Christen – das Wort Jesu: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40).

Gleichzeitig ruft der KKV aber auch die Politiker auf, Ängste von Menschen ernst zu nehmen. Da Ängste immer mit persönlichem Empfinden zu tun hätten, gelte es, mit den Betroffenen darüber zu reden und zwar vorurteilsfrei und mit aller Gelassenheit. Auch dürfe man sie nicht gleich in eine bestimmte politische Ecke stellen. Wenn man schon Toleranz predige, dann müsse sie für alle gelten. Probleme dürfe man nicht ignorieren, sondern sie müssten benannt, analysiert und wenn möglich beseitigt werden.

„Im Übrigen ist auch erstaunlich, wie viele Leute, die ihr Christentum kaum noch praktizieren, auf einmal das christliche Abendland in Gefahr sehen“, unterstreicht Bernd-M. Wehner, und warnt gleichzeitig vor einer Dramatisierung einer angeblichen Gefahr durch den Islam in Deutschland. „Das Christentum ist nur dann in Gefahr, wenn wir es selbst nicht mehr praktizieren.“ Zu Recht habe Innenminister Thomas de Maizière gesagt, dass man „mit lauen Weihnachtschristen nicht gut streiten“ könne. Dass es radikale islamistische Bewegungen gebe, sei unbestritten. Die von der IS oder den Taliban durchgeführten Brutalitäten zeigten dies überdeutlich. Genauso unstrittig sei aber auch, dass die überwiegende Zahl der Muslime in Deutschland solche Gruppierungen ablehnten und an einem friedlichen Zusammenleben interessiert seien, unterstreicht der KKV-Bundesvorsitzende.

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung e.V. ist ein katholischer Sozialverband mit rund 80 Ortsgemeinschaften in ganz Deutschland. Informationen zum KKV erhalten Sie im Internet unter www.kkv-bund.de und www.kkv-monheim.de
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