Höhere Handelsschüler nehmen an Tagen der religiösen Orientierung teil

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Gute Stimmung bei den Tagen religiöser Orientierung: Bei den Schülerinnen und Schülern kam das neue Angebot des Kuniberg Berufskollegs sehr gut an. Foto: privat
Dass der Religionsunterricht am Kuniberg Berufskolleg einen hohen Stellenwert einnimmt, zeigt ein konkretes Beispiel aus der letzten Woche des Schuljahres: Eine Klasse der Höheren Handelsschule weilte zu Tagen religiöser Orientierung (TrO) auf dem Annaberg in Haltern.

Schulleiter Dr. Walter Schulte hatte das Pilotprojekt ausdrücklich unterstützt, verbunden mit der Aufforderung, das dreitägige Seminar im Nachhinein gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auszuwerten. Die ersten Rückmeldungen sprechen dafür, die Veranstaltung zu wiederholen.

„Die Mischung zwischen der inhaltlichen Arbeit und dem Freizeitangebot stimmte perfekt“, meint etwa Kevin Kenzlers. Sina Fleige, die bereits als Realschülerin an TrO teilgenommen hatte, sieht sich in ihren Erwartungen bestätigt: „Das bringt jedem persönlich etwas und ist außerdem gut für die Klassengemeinschaft.“ Den Eindruck haben auch die beiden begleitenden Lehrer Astrid Faber und Jochen Sänger gewonnen. Sie waren Ansprechpartner für die Schüler, aber nur außerhalb der thematischen Einheiten. „Das Arbeiten soll nicht beeinflusst werden von schulisch geprägten Rollenzuweisungen“, erklärt Daniel Meyer zu Gellenbeck, in der Hauptabteilung Schule und Erziehung des Bischöflichen Generalvikariates Münster für die TrO-Angebote verantwortlich.

Er ist „im Rückblick sehr zufrieden mit dem Kurs“. Im Mittelpunkt standen Fragen und Themen, die sich aus der Lebenssituation und den Lebenserfahrungen der Schüler ergeben hatten. Auf ihren Wunsch hin arbeiteten sie mit dem Pastoralassistenten und den beiden Teamern zu dem Leitgedanken „Blick zurück nach vorn - wer ich war und sein werde“.

Daniel Meyer zu Gellenbeck ist die Tage in der Halterner Jugendbildungsstätte Gilwell St. Ludger selbst mit einer gewissen Spannung angegangen. In der Klasse HHU 2 (Höhere Handelsschule Unterstufe) gibt es mehrere muslimische Schüler, die im Ramadan fasten. Diese persönliche Herausforderung hat die gemeinsame Zeit aber nicht belastet - im Gegenteil: Die besondere Situation trug dazu bei, dass die Fragen der eigenen Lebensorientierung und Sinnsuche noch ein Stück seriöser bearbeitet wurden. Eine große Hilfe war dabei die Flexibilität des Gilwell-Teams, das es den muslimischen Schülern ermöglichte, nach Sonnenunter- beziehungsweise vor Sonnenaufgang die Küche des Tagungshauses zu nutzen.

In der Fachkonferenz Religionslehre des Kuniberg Berufskollegs wird das Pilotprojekt bald evaluiert. Sowohl das TrO-Team des Generalvikariates als auch Schüler und Lehrer haben grundsätzlich ein großes Interesse daran, die Veranstaltung in der Bildungsgangarbeit der Höheren Handelsschule zu verankern.
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