Herren 3 blamieren sich im Pokal in Moers

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Rheinberg: GS Geschwister Scholl | Von der Papierform her schien die Aufgabe im Viertelfinale des Kreispokals für die Herren 3 lösbar, zumal man als Zweiter der 1. Kreisliga, der knapp den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst hatte, gegen den Dritten der 2. Kreisliga klarer Favorit war.

Und in der Anfangsphase des Spieles wurden die Duisburger auch ihrer Favoritenrolle gerecht. Es wurde gut verteidigt, der Ball nach Ballgewinn schnell nach vorne gebracht und immer wieder der Weg zum gegnerischen Korb gesucht. Doch die 7:12 Führung nach sieben Minuten wiegte die BGler in eine trügerische Sicherheit. Die Defense-Arbeit wurde vernachlässigt, den Moerser Angreifern zu viel Freiräume gelassen, eigene Angriffe unkonzentriert abgeschlossen und reihenweise einfachste Korbleger verworfen. So gestatteten die Westler den Gastgebern in den letzten drei Minuten des Anfangsviertels einen 11:0-Run; und statt mit einer Führung ging es mit einem Rückstand in das zweite Viertel.

Wer nun dachte, der Rückstand würde die Herren wach rütteln, der sah sich geirrte. Die Duisburger spielten weiter behäbig im Angriff, ließen den Ball nur selten laufen und vergaben weiter einfachste Würfe. In der Defense wurde weiter unzureichend verteidigt, war man immer wieder zu weit von den Angreifern weg und ließ sich zu oft von den Gastgebern überlaufen. So wuchs der Rückstand bis zur Halbzeit auf 38:20 an.

Nach einer deutlichen Halbzeitansprache von Coach Andreas Rimpler versuchten die BGler nun endlich Tempo ins Spiel zu bringen und konnten so den Rückstand binnen der ersten drei Minuten des 3. Viertels auf 42:30 verkürzen. Doch dann vernachlässigte man wieder kurzzeitig die Defense und gestattete den Moersers einen 7:0-Lauf. In den weiteren Minuten des Spieles wiederholte sich das Geschehen, die Westler kämpften sich wieder leicht ran, verkürzten den Rückstand, ohne ihn auf eine einstellige Zahl zu bekommen und gestattet dann den Gastgebern wieder, den alten Vorsprung herauszuspielen.

Die Entscheidung fiel dann endgültig in der 36. Minute, als Aufbauspieler Tolga Türk bei einem 55:65-Rückstand sein fünftes Foul kassierte und die Westler in der Folge komplett aus dem Tritt kamen, so dass am Ende eine deutliche 60:79 Niederlage stand.

Sicherlich kann über die uneinheitlichen Entscheidungen der Schiedsrichter diskutieren; oder über dem Umstand, dass das Kampfgericht nicht deutlich auf das vierte Foul des Aufbauspielers Tolga Türk hingewiesen hatte und somit Coach Rimpler die Möglichkeit genommen wurde, seinen Spieler auf eine entsprechende Spielweise hinzuweisen. Die Hauptursache für die Niederlage lag einzig und alleine bei den Spielern selber; insbesondere bei der ungenügenden Trainingsbeteiligung in den vergangenen Wochen und Monaten. Wenn Spieler aus mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen wochenlang nicht regelmäßig zum Training erscheinen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn ihnen dann im Spiel das sichere Händchen fehlt, wenn sie nur noch behäbig auf das Verhalten der Gegner reagieren. Bezeichnend hier auch die Freiwurfquote: während die Gastgeber 18 von 24 Freiwürfen verwandelten, waren es bei den westlern nur 13 von 38 Freiwürfen. Hätten die Duisburger von der Freiwurflinie nur genauso getroffen, wie die Gastgeber, hätten sie 15 Punkte mehr auf dem Scoreboard gehabt; das Spiel hätte einen anderen Ausgang nehmen können.

Es spielten: Tolga Türk (24 Punkte), Simon Kirchhoff (11), Moiz Mughal (9), Sertel tekin (5), Ben Schmidt, Dennis Walther (je 4), Tobias Ludwig (3), Enver Sehovic, Gion Böing-Messing, Hamed und Mohamed Jarboa
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