Wohnraum für Asylsuchende

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Schwelm: Kaiserstraße | Die Stadt Schwelm hat bis dato alle ihr zugewiesenen Flüchtlinge und Asylbewerber dezentral mit Wohnraum versorgen können. Dies gelang dank einer sehr guten Zusammenarbeit mit den beiden Wohnungsgenossenschaften und privaten Immobilienanbietern.
Der Wohnraum ist nun zunächst erschöpft, die Stadt Schwelm muss die eintreffenden Menschen erstmals vorübergehend in einer Turnhalle unterbringen. Freigezogen wurde zu diesem Zweck die ehemalige Sportstätte Kaiserstraße, wo von der Stadtverwaltung Schwelm Raum für rund 70 Menschen geschaffen wurde. Dank eines privaten Engagements konnte auch für die Sportler aus der Halle eine Lösung gefunden werden.
Wegen der steigenden Zahl der Zuweisungen sehr unter Zeitdruck stehend, wurde geplant, gebaut, installiert und eingerichtet, um die in Schwelm eintreffenden Menschen unterbringen zu können. Heizung, Lüftung, Brandschutz, Rauchmelder, Elektroarbeiten, Beschaffung von Mobiliar: Zahlreiche Aufgaben waren zu bedenken und umzusetzen.
Die Menschen werden in Wohneinheiten untergebracht, die mit dem Nötigsten ausgestattet wurden, also mit Betten, Matratzen, Spind, Stuhl. Durch Folientrennung wird grundsätzlich dafür gesorgt, dass die Privatsphäre der Menschen weitgehend gewahrt wird. Eingerichtet wurden zudem eine Küche, eine Spielecke für die Kinder, ein Sozialraum und eine zusätzliche Toilette sowie ein Raum für das Gespräch mit Verwaltungsmitarbeitern. Das Essen für die Bewohner wird von außen zugeliefert.
„Zügig und Hand in Hand haben hier Verwaltungsmitarbeiter aus allen Bereichen sowie sehr engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammengearbeitet“, lobt Koordinator Andreas Tolksdorf vom Fachbereich Familie und Bildung den Einsatz aller Beteiligten.
Wie man sich denken kann, ist der Markt für einige der dringend benötigten Einrichtungsgegenstände leergefegt. Schwelms Beigeordneter und Kämmerer Ralf Schweinsberg hatte schon vor Wochen zügig reagiert und grünes Licht für den Erwerb von 100 Feldbetten und 50 Etagenbetten über einen Anbieter aus Chemnitz gegeben.
Für die Bedürfnisse des Betriebs in der zum Wohnraum umfunktionierten Halle müssen einige der an der Halle befindlichen Parkplätze eingezogen werden.
Der Stadtsportverband und die Sportvereine selbst haben die Umnutzung der Halle mit Verständnis begleitet. Die Sportler können „1 zu 1“ in der Halle Westfalendamm trainieren.
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