Stadt Schwerte leiht Baufeuchtmessgerät und Infrarotthermometer aus

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Anja Böckenbrink (Klimaschutzmanagerin) und Michael Wilczynski (Zentraler Service) zeigen die Geräte. (Foto: Stadt Schwerte)
Während des vorigen Winters konnten sich Schwerter Bürgerinnen und Bürger erst-malig ein Baufeuchtemessgerät und ein Infrarotthermometer bei der Stadt Schwerte kostenlos ausleihen. Auch in diesem Winter führt die Stadt diese erfolgreiche Aktion fort. Während der dunklen und kalten Jahreszeit machen sich häufig Problemstellen im Haus bemerkbar. Zu kalte und feuchte Wände bergen das Risiko von Schimmelbildung. Mit diesen Geräten können Hausbesitzer und Mieter in den eigenen vier Wänden auf Ursachensuche gehen. Die Stadtwerke Schwerte stellen die Geräte im Rahmen der Schwerter Klimaschutzaktivitäten zur Verfügung.

„Schimmel in der Wohnung ist oftmals eine Begleiterscheinung während der kalten Jahreszeit. Ein möglicher Grund: zu kalte Außenwände und Bauteile. An diesen ist das Risiko von Schimmelbildung besonders hoch. Außerdem spielt das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten eine wichtige Rolle. Durch Atmen, Pflanzen, Kochen, Duschen oder Baden verdunstet jeden Tag eine Menge Feuchtigkeit in einem Haushalt. Warme Luft kann besonders viel Feuchtigkeit aufnehmen. Trifft diese warme und feuchte Luft auf kalte Bauteile, so schlägt sie sich dort in Form von Kondenswasser nieder. Gut zu beobachten ist dies nach dem Duschen an einem kalten Fenster“, erklärt die Klima-schutzmanagerin der Stadt Schwerte Anja Böckenbrink.

Insbesondere an kalten Außenwänden, schlecht gedämmten Fenstern, in Gebäude-ecken oder an sogenannten Wärmebrücken, wie Fensterbänken und Rollladenkästen, kondensiere warme feuchte Raumluft unweigerlich aus. Sinken die Temperatur an der Innenseite der Außenwände auf unter 12,6°C ab, sind Feuchteschäden vorprogrammiert, welche längerfristig zu Schimmelpilzproblemen führen. Mit den Messgeräten lässt sich unkompliziert herausfinden, wie es mit den eigenen vier Wänden bestellt ist.

Abhilfe schaffen könne eine gute Dämmung der Wände und Bauteile, konstantes Heizen sowie regelmäßiges Lüften. „Dies darf allerdings nicht durch eine Kippstellung der Fenster erfolgen“, sagt Anja Böckenbrink. „Der Luftaustausch ist viel geringer als beim Stoßlüften und die Wände kühlen dabei stärker aus.“ Sie rät, alle Fenster zwei- bis dreimal am Tag auf einmal für fünf bis zehn Minuten zu öffnen, damit die gesamte Luft in der Wohnung ausgetauscht werden kann. Beim Lüften sollten die Heizkörper-Ventile geschlossen werden.

Durch ein richtiges Heiz- und Lüftungsverhalten lassen sich laut Anja Böckenbrink auch ganz einfach Energiekosten sparen. Eine Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad bringt eine Energieeinsparung von sechs Prozent mit sich. „Wichtig ist es allerdings, zu beachten, die Raumtemperatur nicht zu weit abzusenken. Denn zu stark ausgekühlte Räume bergen die Gefahr von Schimmelbildung und das Aufheizen ist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden“, rät die Expertin.

Auch durch eine fachgerechte Dämmung der Außenwände könne verhindert werden, dass die Wände während der kalten Jahreszeit zu stark auskühlen. Die Gefahr eines Schimmelbefalls, wie auch die Energiekosten, werden so gesenkt und gleichzeitig der Wohnkomfort spürbar gesteigert.

Die beiden Messgeräte können ab sofort bei der Stadt Schwerte gegen eine Kaution von 50 Euro für maximal drei Tage ausgeliehen werden. Ansprechpartnerin ist Anja Böckenbrink, Tel. 02304 104609, E-Mail: anja.boeckenbrink@stadt-schwerte.de. Die Geräte müssen vorab reserviert werden. Die Nutzung der beiden Geräte ist ohne Vorkenntnisse und ganz unkompliziert möglich. Sie dient als erster Schritt zur Ursachen-suche. Bei bereits eingetretenen Schimmelschäden ersetzt diese Prüfung in keinem Fall eine Schimmelsanierung durch ein Fachunternehmen.
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