Datteln: Im Zeichen der Ökumene - Katholische Ehrenamtliche beleuchten evangelische Lutherkirche

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Jonas Wiegert und Marlies Woltering freuen sich schon auf das ökumenische Lichtspektakel in der Lutherkirche. Nicht auf dem Foto ist Mathias Reimann, der Elektriker des Trios. (Foto: Petra Pospiech)

In Datteln und Umgebung wird Ökumene gelebt, meist jedoch eher still und unsichtbar. Deutlich sichtbar hingegen beleuchten jetzt drei katholische Ehrenamtliche im Rahmen der Aktion "Datteln im Licht" die evangelische Lutherkirche im Zeichen der Ökumene.

Bereits vier Jahre in Folge sorgten Marlies Woltering, Jonas Wiegert und Mathias Reimann für eine spektakuläre Beleuchtung der St. Amandus Kirche in ihrer katholischen Heimatgemeinde in Datteln. Zusammengefunden hat sich das Trio der Ehrenamtlichen 2014.
"Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Langkirche von St. Amandus inszenierten wir die erste große Lichtinstallation in St. Amandus", erinnert sich Marlies Woltering. Auch nach Ende ihrer beruflichen Zeit als Pastoralreferentin von 1995 bis 2006 in St. Amandus engagiert sich die Dattelnerin, die jetzt im Bistum Essen tätig ist, in ihrer Heimatgemeinde. Sie war ehrenamtlich im Pfarrgemeinderat tätig, vertritt die Pfarrei im Caritasverband und hilft immer da, wo sie gebraucht wird. Im Team der Lichtinstallateure ist sie die Ideengeberin.
Jonas Wiegert hingegen ist der Profi am Computer. Hier erarbeitet der 29-jährige Lehrer den Ablauf und die Choreographie des Lichtspektakels. "Schon als Kind habe ich mich durch Pfarrer Overkämping in der Gemeinde willkommen gefühlt. Schnell wurde ich Messdiener, bis heute bin ich ehrenamtlicher Gruppenleiter und setze mich in der Jugendarbeit ein." Licht und Technik sind sein Steckenpferd. Gemeinsam mit seinem Freund, Gemeindemitglied und Elektriker Mathias Reimann, setzt er die Ideen von Marlies Woltering technisch und künstlerisch um. So entstand 2014 die erste atemberaubende Lichtinstallation des Glaubensbekenntnisses in St. Amandus.
2015 setzte das Team auf tausende von Kerzenlichtern, die die Besucher verzauberten. 2016 zeigten sie in einer Videoinstallation die "Entstehung der Welt".

Mit den Menschen ins Gespräch kommen

"Wichtig ist uns allen nicht nur das Lichtspektakel", betont Marlies Woltering. "Unsere Motivation ist es, auf ungewöhnliche Weise mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sozusagen übers Licht zum Glauben."
Diese Motivation war es auch, die das Team dazu veranlasste, anlässlich des ausklingenden Lutherjahres der benachbarten evangelischen Luther-Gemeinde eine "ökumenische Lichtinstallation" zu schenken. Unter dem Motto "Das, was uns verbindet, ist viel stärker als das, was uns trennt" wird das Trio nicht nur außen für eine bunte Beleuchtung der Lutherkirche sorgen, sondern auch die Kirche im Inneren in ein Lichtermeer verwandeln.
Begeistert erzählen die Akteure: "Säulen bzw. Vorsprünge, Taufbecken und Kreuz werden in Farben der Ökumene beleuchtet, an vier Stellen werden wechselnde Sprüche und Textstellen aus der Charta Ökumenica zu lesen sein."
Die drei ehrenamtlichen Lichtkünstler freuen sich schon jetzt auf den 17. November, wenn sie im Rahmen der Aktion "Datteln im Licht" die Lutherkirche beleuchten und mit den Besuchern über Gott und die Welt ins Gespräch kommen.
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