Zirkusmanege oder Zaunbau – Gesamtschüler erproben sich in der Berufswelt

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Foto: privat

Rund 180 Waltroper Gesamtschüler des 9. Jahrgangs absolvieren derzeit ihr dreiwöchiges Betriebspraktikum in Waltrop und Umgebung. Dabei sollen sie im Rahmen des Berufsorientierungskonzeptes der Schule nun in kompakter Form ihre Einblicke in den Berufsalltag vertiefen. Für viele Schüler der Schule stellt dieses Blockpraktikum jedoch nicht die erste Begegnung mit der Arbeitswelt dar. Schon im Berufsorientierenden Projektunterricht setzen sie sich in 4 Unterrichtsstunden pro Woche kontinuierlich mit der Arbeitswelt auseinander. Neben theoretischem Wissen rund um das Thema ergänzen Betriebsbesuche und Tagespraktika diesen Unterricht.

So waren bereits Schüler in der Zirkusmanege und im Bereich des Metallbaus aktiv. Schon seit „Session Possible“ besteht eine Kooperation der Schülerfirma mit dem Cateringbetrieb von Dennis Olkers. Der Waltroper Unternehmer griff auf dieses Know how zurück und entwickelte mit den Schülern für die Veranstaltung „music meets circus“ ein Cateringkonzept. Dabei konnten die beteiligten „Nachwuchsgastronomen“ ein leeres Ziruszelt in eine Eventlocation umwandeln und von der Dekoration über das Speise- und Getränkeangebot bis hin zur konkreten Kundenbetreuung ihr Wissen anwenden und erweitern.

Auf einem anderen Gebiet erprobten sich Andy Klems und Justin Beermann. Schon seit geraumer Zeit leidet das Außengelände der Gesamtschule unter der Zerstörungswut einzelner nächtlicher Besucher. So wurde der Innenhof des Stufentreffs der Schule immer wieder von Randalieren heimgesucht. Ob von Schülern gebaute Trockenmauern, gepflasterte Terrasse oder Neuanpflanzungen – nichts ist den ungebetenen Gästen heilig. Selbst erste Einbruchversuche an den Türen des Schülercafes sind zu verzeichnen. So entstand in der Projektwoche Anfang des Schuljahres gemeinsam mit dem Waltroper Metallbauer Frank McLean die Idee, ein Sicherungskonzept zu entwickeln und dieses dann auch umzusetzen. Es sollte ein Zaun- und Pflanzgerüst entstehen, welches einerseits das Gelände sichert aber auch die Innenhofsituation gestalterisch aufwertet.
Die beiden Schüler bildeten gemeinsam mit Marko Ciasto von Metallbau McLean ein Team und setzten die gemachten Planungen in die Tat um. Vom Auskoffern der Fundamente über das Anpassen der Zaunelemente des Tores bis hin zu Pflasterung der aufgeworfenen Flächen – alle Arbeitsgänge wurden unter fachmännischer Anleitung gemeistert. Nach 15 Stunden gemeinsamer Arbeit war es vollbracht, die Konstruktion steht, und wenn das Wetter mitspielt, kann bald gepflanzt werden. Ein bisschen Stolz sind die Drei auch auf ihre Arbeit. Dies kann man daran erkennen, dass sie gemeinsam noch ein kleines Metallschild im Firmensitz anfertigen wollen, welches die Namen der Erbauer trägt und am Zaun in der Schule befestigt werden soll. Vielleicht nötigt dieses dann auch den nächtlichen Gästen etwas mehr Respekt ab.
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