Die Piraten mussten sich in Witten mit 5:8 geschlagen geben, haben aber schon Hamburg im Kopf

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Die Stimmung war wahrlich der eines Derbys wert! 400 Zuschauer aus Witten und Bottrop verfolgten den heißen Tanz in der Wittener Sporthalle am Kälberweg und SUA Witten Teamkäpt'n Benjamin Behrla musste zugeben: "Nach Lautstärke habt ihr 2:1 gewonnen."

Das gibt natürlich keine Punkte in der Judobundesliga, zeigt jedoch, wieviele begeisterte Fans die Piraten nach Witten begleiteten. Auch das JC-Team ließ sich von der prächtigen Stimmung anstecken und kämpfte einen hervorragenden ersten Durchgang, der nach sieben Kämpfen 3:3- Unentschieden endete. "Das Ergebnis der ersten Runde war sehr gut, auch wenn wir da sogar hätten mehr holen können, vielleicht sogar müssen", resümierte der stellvertretende Teamkäpt'n Dennis Lanfermann. Trainer Sven Helbing ergänzte: "Nicht nur das 3:3 zur Halbzeit war gut, vor allem die Art und Weise, wie unsere Jungs den Kampf angenommen, die taktische Marschroute durchgesetzt und sich von der Körpersprache präsentiert haben, hat mich beeindruckt."

Im Nachhinein hätten sich die Piraten jedoch einen Vorsprung erarbeiten müssen, um im zweiten Durchgang und mit den drei Pflichtwechseln noch mithalten zu können, denn es gelangen lediglich noch zwei Punkte durch Uli Heselhaus (-60 kg) und Michael Korrel (-90 kg). Damit stand die 5:8-Niederlage fest und die Piraten konnten ihren Überraschungserfolg von vor zwei Jahren nicht wiederholen. "Es wäre mit einer Führung im ersten Durchgang, welche durchaus verdient gewesen wäre und durch einige individuelle Fehler und strittige Entscheidungen nicht zustande gekommen, definitiv wäre sogar ein Sieg drin gewesen", sah Teammanager Volker Tapper noch Reserven.

"Wir sollten den Kopf für den
Fight gegen Hamburg frei bekommen"

Denn hätte zum Beispiel Danny Meeuwsen (-100 kg) einen Punkt statt einem Unentschieden gegen Benjamin Behrla geholt und Ephraim Neumann seinen sicher geglaubten Sieg (-73 kg) nicht kurz vor Ende seines Kampfes noch hergegeben, es hätte zur Pause gut und gerne auch 5:2 für Bottrop stehen können. "Dann hätten wir auch taktisch ganz andere Wechselmöglichkeiten gehabt, die uns aber leider aus Ausfall- und Verletzungsgründen fehlten", erläutert Trainer Helbing und weiter: "Jedoch helfen uns alle Rechenspielchen nichts. Wir sollten uns an unserer tollen Leistung aufbauen und den Kopf für den Fight gegen Hamburg zu Hause am 29. Juni frei bekommen. Schließlich haben die Jungs in Witten meiner Meinung nach die bisher beste Saisonleistung gebracht."

Entscheidend dazu beigetragen hat unter anderem Neuzugang Michael Korrel aus Holland. Der 19-Jährige überzeugte mit zwei souveränen Siegen (-90 kg) bei seinem ersten Einsatz als JC-Pirat. "Er ist eine super Verstärkung für unser Team, er hat richtig Spass auf der Matte und wirkt psychisch und physisch sehr stabil", freut sich Manager Tapper schon auf weitere Einsätze des jungen Talentes. Diesen könnte es eventuell bereits am 29. Juni in der heimischen Piratenfestung Dieter Renz Sporthalle geben, wenn die starken Hamburger zu Gast sind, welche am letzten Kampftag immerhin den Vorjahresprimus Potsdam mit 10:4 aus der eigenen Halle gefegt haben. "Das kann nur etwas werden, wenn die Stimmung wieder so passt, die Halle voll wird und wir es schaffen, die Hamburger ein Stück weit einzuschüchtern", erwartet Trainer Helbing ein hartes Stück Arbeit.

Weitere Informationen zu Bundesliga, Wettkämpfen, Verein und Ergebnissen gibt es unter www.jc66.de.
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