Polizei ermittelt weiter wegen versuchten Tötungsanschlag auf BVB-Elf

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Tatort des Sprengstoffattentats auf den BVB Bus in Dortmund. Aus diesem Heckenbereich explodierten zwei Sprengstoffbomben mit Metallsplitter
Dortmund: Wittbräuckerstr. | Nach sechs Tagen gehen die Untersuchungen weiter in alle Richtungen. Vom Rechtsextremismus über Islamismus bis zur allgemeiner Kriminalität laufen die Ermittlungen. Bei dem Rohrbombenanschlag mit zwei Verletzten, gibt es momentan auch über das Sprengmittel noch keine Klarheit. Vermutungen lauten, es könne sich um einen professionellen Sprengstoff aus dem militärischen Bereich handeln. Bestätigt wurde dies von offizieller Seite aber nicht.

Glück im Unglück hatten die Spieler im Mannschaftsbus an diesem Abend vor dem Champion League Spiel gegen den AS Monaco dennoch. Nicht vorstellbar, die Sprengsätze hätten einige Augenblicke eher gezündet. Die gesamte Fensterreihe vom Bus wäre von Metallstiften durchschlagen worden und nicht nur die hinteren zwei Scheiben. Schwerverletzte und möglicherweise auch Tote wäre die Folge gewesen.

FC Barcelona Spieler besuchen verletzten Marc Bartra

-Freunde in der Not- so der Besuch von ehemaligen Teamkameraden des FC Barcelona nach dem Attentat. Die ehemaligen Mitspieler Sergio Busquets und Jordi Alba kamen überraschend zu einer kurzen Stippvisite nach Dortmund, nach dem BVB Spieler Bartra aus der Klinik entlassen wurde. Darauf postete Marc Bartra nach dem Treffen am Dortmunder Phönixsee: „Überraschungsbesuch, der mich sehr freut und den ich nie vergessen werde. Danke von Herzen, Freunde.“
Noch höher zu bewerten ist der Besuch, da die Katalanen kommenden Mittwoch in der Champion League eine 0:3 Niederlage gegen Juventus Turin aufholen wollen, um ins Halbfinale einziehen zu können.
Auch Jordi Alba schrieb: „Wie schön, Dich zu sehen und mit Dir zu lachen, mein Freund!“
Auch der Torhüter der Borussia Roman Bürki spürt die Nachwirkungen des Attentats in jeder Nacht durch Schlafstörungen. Außerdem kritisiert er die Entscheidung, so schnell wieder spielen zu müssen.

Fürst Albert II. von Monaco verurteilte den Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus ebenfalls. "Es geht weit über den Fußball hinaus. Es ist einfach schrecklich und abscheulich", sagte der 59-Jährige, der selbst in Dortmund vor Ort war: "Der Sport darf sich nicht als Geisel nehmen lassen."
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