Auszeichnung für „Die Borderline Prozession“

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Sabine Hempen, Heinz Dingerdissen, Sebastian Franssen, vom Verein "Dortmunder für ihr Schauspiel" und Intendant Kay Voges bei der Laudatio. (Foto: Foto: Verein)
 
Für die Theaterpartisanen gab es einen Sonderpreis. (Foto: Foto: Verein)

Die „Dortmunder für ihr Schauspiel“ mit Heinz Dingerdissen, Sabine Hempen und Sebastian Franssen verliehen den Schauspielpreise der Spielzeit 2015/16 im MEGASTORE. Die Veranstaltung fand im Rahmen des schillernden Spielzeiteröffnungsfestes des Dortmunder Schauspiels statt. Neben den traditionellen Publikumspreisen für die beliebteste Inszenierung und die beliebtesten Schauspieler, wurde der Preis der Kritikerjury und ein von einem Mitglied der „Dortmunder für ihr Schauspiel“ gestifteter Sonderpreis vergeben.

Nach Auszählung aller Stimmen stand als beliebteste Inszenierung Kay Voges´ inzwischen bundesweit hochgelobte „Die Borderline Prozession“ vor „DIE SHOW“ und „Das Bildnis des Dorian Gray“ als Sieger fest. Der Theaterkritiker Sascha Westphal stellte in seiner bewegenden Laudatio die Frage, ob Kunst die Welt verändern könne oder wenigstens den einzelnen Menschen und kam zu dem Schluss, dass „Die Borderline Prozession“ letzteres mit Gewissheit tue, schloss aber ersteres auch nicht aus.
Gemeinsam mit den Dramaturgen Alexander Kerlin und Dirk Baumann nahm Kay Voges stellvertretend für das gesamte Ensemble und Team der Produktion die Siegerurkunde und das Preisgeld entgegen. Als besonderes Bonbon konnten die Schauspielfreunde verkünden, dass mit der Bergmann Brauerei noch weitere Dortmunder für ihr Schauspiel einstehen und die anstehende große Feier mit ausreichend Bierspezialitäten versorgen werden.

Zweifel und Sorge während der Probe

Kay Voges berichtete auf der Bühne, wieviel Zweifel und Sorge er während der Probezeit hatte, dass das Experiment nicht gelänge, und dankte dem Ensemble und den Technikern und Künstlern hinter der Bühne, die diese Ausnahmeinszenierung möglich gemacht hätten. Umso mehr freue er sich, dass das Publikum diese Inszenierung entsprechend gewürdigt hätte und schloss seine Dankesrede: „Ihr seid ein tolles Publikum. Und ihr habt einen guten Geschmack!“.
Bei den beliebtesten Schauspielern gab es diesen Abend sehr viele Gewinner. Genau genommen 104 Gewinner. Der Dortmunder Sprechchor (geführt als 17. Ensemblemitglied) konnte vor den grandiosen Ensemblemitgliedern Julia Schubert und Merle Wasmuth die meisten Stimmen auf sich vereinen. Als die Gewinner gemeinsam mit dem Leiter des Sprechchores Alexander Kerlin auf die Bühnen gebeten wurden, wurde es erwartungsgemäß eng. Die Freude über den Preis - inklusive der auch in diesem Fall zugesagten Unterstützung der gemeinsamen Feier durch die Dortmunder Bergmann Brauerei – wurde dadurch noch mehr angefeuert.

Ein Preis für 104 Gewinner

Alexander Kerlin dankte dem Sprechchormitgliedern für sechs Jahre harte Arbeit und die Ausdauer und der fantastischen Unterstützung durch das Ensemble, was bei Nennung aller Namen mit begeistertem Applaus des Sprechchores untermalt wurde.
Auch die Kritikerjury hat mit ihrer unerwarteten Wahl mitten ins Schwarze getroffen. Den technischen Leitern Thomas Bohl und Thomas Neumann wurde stellvertretend für die technische Abteilung des Schauspiels der Kritikerpreis dafür verliehen, dass sie die „Diva MEGASTORE“ (Zitat Kay Voges) mit unendlich viel Einsatz zum MEGATHEATER gemacht haben. Die Überraschung und die riesige Freude über diese Anerkennung konnte man noch Stunden nach der Preisvergabe den Gesprächen entlauschen.
Sonderpreis für die Theaterpartisanen
Den Schlussakt bildete die Verleihung des Sonderpreises an das Ensemble der Theaterpartisanen-Produktion „Watch Me!“ in Zusammenarbeit mit dem inklusiven Projekt gesamtkunstwerk e.V. Der Jugendclub des Schauspiels erarbeitet mit den Jugendlichen die für sie relevanten Themen und setzt sie anschließend auf der Bühne um. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Sarah Jasinszczak und dem Dramaturgen Torsten Bihegue bekamen die Theaterpartisanen frenetischen Applaus und beendeten die kurzweilige Preisverleihung mit einer Musikdarbietung aus „Watch Me!“
Insgesamt zeigte der Abend wie eng das Dortmunder Schauspiel angefangen bei der Theaterleitung, über das Ensemble bis zur Technik zusammensteht, für- und miteinander arbeitet. Eine gute Grundlage für eine erneut grandiose Spielzeit 2016/17, die – aufgrund der sich verzögernden Baumaßnahmen am Schauspielhaus – im Wesentlichen in der „Diva“ MEGASTORE stattfinden wird.
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