Offenes Atelier bei Benjamin Vogel: Das Hochgebirge beginnt kurz hinter Schwerte

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Benjamin Vogel vor der "Urkarte" seiner Märkischen Berge.
 
Auch das Westfalenstadion brachte er schon mit dem fiktiven Hochgebirge in Verbindung.

„Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt“ - diese Liedzeile passt zu Benjamin Vogel wie die Faust aufs Auge. Denn der Hombrucher Lehrer für Mathematik und Kunst liebt das Hochgebirge und hat es daher kurzerhand südöstlich von Dortmund platziert.

Dabei hat er jedoch geographische und mathematische Prinzipien zugrunde gelegt und akribisch ein komplettes Kartenwerk zu den „Märkischen Bergen“ entworfen, dass ihm nun bei allen weiteren Projekten als Grundlage dient.

„Angefangen hat alles 2006“, erinnert sich der 44-Jährige. Schon immer hatte er gerne Karten in jedweder Form gemalt, dazu kam die Liebe zum Hochgebirge und die künstlerische Ader. Besonders das Lehramtsstudium im Fach Kunst gab den letzten Anstoß: „Das Studium war sehr künstlerisch ausgelegt und hat mich darin bestärkt, nicht nur Kunst zu lehren, sondern auch selber künstlerisch tätig zu werden“, so der gebürtige Hörder.

Dabei praktiziert Benjamin Vogel eine sehr individuelle Form der Kunst, mit der er zwar seiner Fantasie freien Lauf lässt, aber sich selbst enge Grenzen setzt in Form geographischer und mathematischer Grundsätze, die er strikt befolgt. Das Ergebnis ist ein absolut realistisches Kartenwerk der „Märkischen Berge“, in deren Zentrum sich die Sondernwand mit 3.084 Metern erhebt. Passstraßen machen das Hochgebirge passierbar, Straßen durchfurchen die erdachte Landschaft, Skilifte machen für die Dortmunder das Skivergnügen mit nur einer halben Stunde Anfahrt über die zum Teil untertunnelte A45 möglich. Und der Hengsteysee und auch ein Schwerter See werden neben anderen Seen aus den Gletschern des Hochgebirges gespeist.

Dafür verändert Benjamin Vogel die tatsächlichen Gegebenheiten, „als Gletscherseen müssen die Seen eine ganz andere Form haben als jetzt“, so der Künstler. Und so mussten auch reale Orte weichen, dort wo sich die Dreitausender in den Himmel recken, dafür gibt es wieder andere Orte, die Namenspaten in der Realität haben.

Als das Kartenwerk „Märkische Berge“ so gut wie fertiggestellt war, begann Benjamin Vogel damit, einzelne Kartenansichten in „reale“ Ansichten umzusetzen – wie sehen zum Beispiel die Märkischen Berge aus, wenn man in Hombruch aus dem Dachfenster der eigenen Wohnung schaut? Oder von der Halde Gotthelf aus gesehen? Auch hierfür wendet er mathematische Berechnungen an, mithilfe von Strahlensatz und Tangensfunktion berechnet er die jeweilige Ansicht.

Und so sehen seine ersten Entwürfe aus, als ob Albert Einstein gerade die Relativitätstheorie aufgestellt hätte – ein Meer von Zahlen und Formeln tummelt sich auf den Entwürfen. Am Ende steht jedoch ein fotorealistisches Bild oder aber auch eine Fotomontage, in die er – natürlich ebenfalls mathematisch korrekt – die Märkischen Berge in ein Landschaftsfoto einfügt.

Und Benjamin Vogel hat noch mehr vor. „Ich arbeite zur Zeit an einem Wanderführer natürlich nebst passendem Kartenmaterial zu einer Region in den Märksichen Bergen, außerdem würde ich gerne eine Website für eines der märkischen Skigebiete gestalten“, so der Maler. Bereits erschienen ist der Bildband „Bei Nacht und Nebel“, der seine Berge nicht als Idyll im gleißenden Sonnenlicht zeigt, sondern eher düster und manchmal sogar bedrohlich.

Zum Tag der offenen Ateliers öffnet Benjamin Vogel sein Atelier am Rebhuhnweg 9 in Hombruch für alle interessierten Zuschauer.
 „Tag der offenen Ateliers“ am Sonntag, 31. Mai, in ganz Hombruch öffnen erstmals Künstler ihre Arbeitsstätten.

 Von 11 bis 17 Uhr .

 Mit dabei sind Künstler aus dem ganzen Stadtbezirk

 Partner und Förderer ist das Stadtbezirksmarketing Hombruch

 Infos über Postkarten, Flyer und Plakate und über www.facebook.com/offeneateliershombruch
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