66 junge Gerüstbauer bestanden die Gesellenprüfung: Gute Wünsche und drei Hammerschläge

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Dortmund: Bildungszentrum Zeche Hansemann |

Live-Musik, ein kleines Auto in einer großen Halle und drei Hammerschläge auf einen stählernen Amboss: Das waren die Highlights der Freisprechungsfeier im Bildungszentrum Hansemann (BZH) der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, bei der 66 Gerüstbauerlehrlinge in den Gesellenstand erhoben wurden.

Jörg van Husen, Gerüstbaumeister und Ausbilder, moderierte die Veranstaltung, für die er und BZH-Internatsleiter Marc Thomas sich einen besonderen Einzug überlegten: Sie kamen im Smart direkt vor die Bühne gefahren. Begleitet durch die Live-Musik der Band „Fernsucht“.
Vor der offiziellen Freisprechung, verbunden mit drei Hammerschlägen auf einen stählernen Amboss, erklärte van Husen, was es mit dem akustischen Ritual auf sich hat. „Das Ganze lässt sich auf eine alte Handwerkstradition aus dem Mittelalter zurückführen“, so der Ausbilder. „Die Schläge dienten dazu, die obligatorische Kiste mit dem Hab und Gut eines jungen Gesellen zu versiegeln, um ihn anschließend in die Arbeitswelt entlassen zu können.“ Drei gute Wünsche kämen zu den Schlägen noch hinzu.
Auf diesen Moment hatten die jungen Männer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein drei Jahre hingearbeitet. „Die Jungs haben sowohl praktisch als auch theoretisch bewiesen, was sie draufhaben“, meinte van Husen. „Und bei dem derzeit herrschenden Fachkräftemangel wird jeder von ihnen sicherlich schnell beruflich Fuß fassen.“ Vielleicht sehe man sich auch schon bald in einem der Meistervorbereitungskurse wieder.
Als Lohn für ihre Mühen erhielten die Freigesprochenen vom Prüfungsausschuss die Gesellenbriefe und T-Shirts mit einem Slogan der Imagekampagne des Deutschen Handwerks. Ein großer Dank galt der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes für ihr Engagement in der Förderung der beruflichen Aus- und Fortbildung.
Mit dem Ehrenpreis der Münchener Dinser-Stiftung in Höhe von 500 Euro für die beste Gesellenprüfung wurde Nik Schiltmeier aus Uchte ausgezeichnet. Mit einem Preis in Höhe von 250 Euro wurde Stoyan Todorov aus Neuss für ein besonders herausragendes soziales Engagement bedacht. Eine Sonderauslosung gab es auch – drei Junghandwerker konnten sich über ein neues Tablet freuen.
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