1:2 in Hannover - VfL Bochum trotzt dem Trend: „Wir sind von uns überzeugt!“

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Torschütze Johannes Wurtz glaubt an die Mannschaft: "Wir sind von uns überzeugt."

„Wir schauen immer nach oben – nur nach oben!“ So hat es Christian Hochstätter im Interview mit dem Stadtspiegel vor kurzem bekräftigt. Und dieser Linie bleibt der Sportvorstand des VfL Bochum auch nach der 1:2-Niederlage bei Hannover 96 treu – trotz nur noch sechs Punkten Abstand auf die Abstiegsränge.

„Was glauben Sie, wenn ich so ein Spiel sehe, wo ich hinschaue? Nach oben natürlich“, ließ Hochstätter am Montagabend keinen Zweifel, dass Bochum seinen Weg mit Konsequenz und Optimismus weitergehen will. Zu vieles hatte auch der Manager in Hannover gesehen, was ihm durchaus gefallen hatte: „Wir haben wie so oft in der ersten Halbzeit eine gute Leistung gezeigt, wenig zugelassen und hätten zur Pause auch klarer führen können.“

Tatsächlich fällt es in die Rubrik „unglücklich“, dass die Bochumer am Ende wieder ohne Punkte da standen. Erst der Ausgleich kurz vor der Pause, dann ein höchst umstrittener Elfmeter für die Niedersachsen. „Das war niemals ein Elfmeter. Ich habe den Fuß sogar zurückgezogen“, schüttelte darüber nicht nur Alexander Merkel den Kopf. Dass der VfL seinerseits nach einem Handspiel von H96 keinen Strafstoß bekam und Tim Hoogland nur die Latte traf, passte ins Bild. „Man kann als Trainer und als Mannschaft leider nur 80 Prozent beeinflussen, der Rest ist Glück“, stellte Gertjan Verbeek fest – und das hatte der VfL an diesem Abend einfach nicht.

Hochstätter: "Die Tabelle lügt nicht"

Obwohl die Abstiegsränge damit wieder ein Stück näher gerückt sind, wollen auch die Spieler das Positive aus dieser Partie mitnehmen. „ In Hannover haben wir gesehen, dass wir auch eine spielstarke Mannschaft haben. Wir sind von uns überzeugt", meint Torschütze Johannes Wurtz, der in der HDI-Arena sein siebtes Saisontor erzielt hatte. Torhüter Manuel Riemann sieht’s ähnlich: „Wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht, einen Zähler hatten wir mindestens verdient. Wir waren auf Augenhöhe mit einem Gegner, der offensiv eine unfassbare Qualität hat.“

Der VfL trotzt also dem Abwärtstrend und glaubt weiterhin an sich. Dass man die Augen vor der Wahrheit aber nicht verschließen darf, ist auch Christian Hochstätter klar: „Wir haben aus den ersten drei Spielen nur einen Punkt geholt. Die Tabelle lügt nicht.“ Am Samstag (18.2., 13 Uhr) ist dringend der erste Sieg in der Rückrunde fällig, will Bochum nicht doch noch das ungeliebte A-Wort in den Mund nehmen. Dann kommt Aufsteiger Würzburg ins Vonovia Ruhrstadion.
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