Heimatkunde mit Humor

Raymund Hinkel im Theater Flin.

Für das Theater Flin war es ein Experiment, gehören doch Vorträge eigentlich nicht zum Repertoire. Doch die Hommage von Raymund Hinkel aus der Bäckerfamilie Hinkel auf Suitbertus, Gründer und erster Abt des Klosters Kaiserswerth, war ein interessanter Ausflug in die Düsseldorfer Stadtgeschichte. Denn in diesem Jahr feiert Düsseldorf nicht nur das 725. Stadtjubiläum, sondern auch den 1300. Todestag des heiligen Suitbertus.

Raymund Hinkel präsentierte am 26. März nach der erfolgreichen Premiere am 1. März nochmals Heimatkunde humorvoll und mit Phantasie vorgetragen. Die Lebensgeschichte des heiligen Suitbertus hatte der Vortragende gründlich recherchiert. Dass nach so vielen Jahrhundeten vieles im Dunkeln blieb, überbrückte Hinkel phantasievoll. Auch persönliche Eindrücke und Erfahrungen flossen in die Vorstellung ein.

Dass sein Interesse für Suitbertus einen tieferen Hintergrund hat, erfuhren die Besucher ebenfalls: Seit März 2011 schicken die Düsseldorfer Handwerksbäcker den "Bäckman" auf die Mission "Mut zum Frühstück" in Düsseldorfer Grundschulen. Ein Drittel aller Schüler geht morgens nämlich ohne Frühstück aus dem Haus. Bäckman, der Sympathieträger der deutschen Handwerksbäcker, wirbt für ein ausgewogenes Frühstück. „Der Bäckman hat auch einen Vornamen", sagt Hinkel. "Er heißt Swidbert, wie Suitbertus in Düsseldorf auch heißt. Der Name lautet übersetzt: Der durch Kraft glänzende. Und durch Kraft glänzen, das hatten schon die alten Griechen drauf."
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Marlis Trapitz aus Düsseldorf | 04.04.2013 | 20:23  
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