Moderne Kunstwerke in St. Lambertus

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Der Künstler Wolfgang Schäfer neben seinem Bild „Cara Santo“ in der Basilika St. Lambertus. Foto: Stephan Zöller
Bis zum 15. Mai 2017 sind in der Basilika St. Lambertus in der Altstadt fünf Bilder des Düsseldorfer Künstlers Wolfgang Schäfer zu sehen. Schäfer wurde 1955 in Altenkirchen geboren und studierte Fotografie und Illustration an der Fachhochschule Düsseldorf. Er ist bekennender Katholik und ließ sich 2008 taufen.

Die großformatigen Kunstwerke zeigen seine intensive Auseinandersetzung mit dem Christentum und sind zum ersten Mal in einer Kirche zu sehen. „Auch im täglichen Leben kann sich das Heilige zeigen. Allerdings nur, wenn man bereit ist, sich für solche Erfahrungen zu öffnen“, sagt der 61-Jährige. In seinen Bildern gelingt ihm die Verbindung zwischen dem Profanen und dem Heiligen.

Das Werk „Identityquestion“ besteht aus einer Tischplatte, die im Proberaum einer Rockband stand. Die Musiker hatten Sprüche und Symbole darauf gekritzelt und die Oberfläche stellenweise zerstört. Schäfer malte auf beide Seiten dieser Identitätsverweise einen Christuskopf und eine Auferstehungsszene.

Auch bei seinem Bild „Cara Santo“ bearbeitete er ein Fundstück aus dem Alltag: ein zweieinhalb Meter hohes Stück Isolationsmaterial für den Hausbau. Auf eine Seite der Spiegelfolie hat Wolfgang Schäfer mit grüner Neonfarbe ein Kreuz und ein Gesicht von Christus im Ornamentstil aufgetragen. „Wenn ich davor stehe, sehe ich das heilige Antlitz und zugleich mich selbst“, erklärt der Künstler.

Die fünf Werke befinden sich im Chorumgang von St. Lambertus und stellen sich den Besuchern buchstäblich in den Weg. „Sie sind ein Versuch der Annäherung an das Geheimnis Jesu, der für uns Mensch geworden ist. Er steht an unserem Wegesrand und lädt uns zur Begegnung mit sich ein“, sagt Stadtdechant Monsignore Ulrich Hennes und Pfarrer an der Basilika über die modernen Kunstwerke.

Stephan Zöller
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