Wetterfestes Straßenfest: Bürgerhilfe trotzt Regen und kürt "Voice of Gerresheim"

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Schulterschluss im Stadtteil: Jasmin Golissa, Christina Görtz und Mark Zeller begrüßten am Stand des Rhein-Boten Michael Brockerhoff (l. / Bürgerstiftung Gerricus), Bezirksbürgermeister Karsten Kunert (3. v. l.) und Hans Küster (2. v. r.). (Foto: vos)

Außer Petrus trugen viele Unterstützer zum Gelingen des 26. Straßenfestes der Bürgerhilfe Gerresheim bei. Mit dem furiosen Finale von „The Voice of Gerresheim“ gab es einen besonderen Höhepunkt.

Wenn die Bürgerhilfe Gerresheim (BHG) ruft, dann kommen alle gerne – egal bei welcher Witterung. Einen Beweis dieser These brachte der vergangene Samstag: Zur 26. Auflage des BHG-Straßenfestes konnte der gemeinnützige Verein einmal mehr auf geballte Unterstützung von Mitstreitern und Besuchern zählen.

Oberbürgermeister Thomas Geisel persönlich eröffnete das Fest zusammen mit dem Schirmherrn des Festes, Anisur Rahman von der Ursula-Rahman-Stiftung. Der überreichte einen Scheck von 8.000 Euro an die Bürgerhilfe. Neben dem vollbesetzten Trödelmarkt sorgten Radschlägerturnier und Live-Auftritte mit Gesang und Tanz für ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm in wechselhaftem Wetter.

Punktgenau zum Gesangswettbewerb „The Voice of Gerresheim“ setzt der große Regen ein. Mike Morrigan, der nicht nur in der Jury saß, sondern mit einem fetzigen Auftritt das Publikum auf dem nasskalten Gerricusplatz vor dem Gesangscontest auf Betriebstemperatur brachte, zeigte sich begeistert von den Teilnehmern: „Ich war schon bei einigen Casting-Wettbewerben dabei, aber noch nirgendwo lagen die Finalisten so nah beieinander.“

Gesangswettstreit auf hohem Niveau


Tatsächlich wurde das „Voice“-Finale, das mit fünf Finalistinnen übrigens eine rein weibliche angelegenheit war, ein spannender und gleichzeitig eindrucksvoller Sangeswettstreit: Die erst zehnjährige Christin Dantschenko schmetterte „Simply the best“ so stimmgewaltig, dass man als Zuhörer ein Playback von Tina Turner persönlich vermutete. Die gerade einmal drei Jahre ältere Jule Klapdor stand ihr mit ihrer Version von deren „Hallelujah“ in nichts nach.

Bei einem Wettbewerb auf hohem Niveau gab es aber dennoch drei Mitstreiterinnen, bei denen das „Applaus-O-Meter“ des Publikums noch stärker ausschlug, und die damit auf dem „Treppchen“ landeten: Adelya Schreder hatte das „Pech“, dass ihre glasklare und opernreife Stimme das Publikum dermaßen in Rührung versetzte, dass der eine oder andere das lautstarke Applaudieren womöglich vergaß. Trotzdem reichte es für sie für Platz Drei.

Emily Johnson riss die Zuschauer mit einem feurigen Auftritt mit und schaffte es mit der Nummer „Pricetag“ auf Platz Zwei. Mit einer ähnlich stimmstarken Performance und der Ballade „Almost Lover“ sicherte sich die 16-jährige Anna Stockhausen den Titel „The Voice of Gerresheim“. Die Gerresheimer Gymnasiastin darf sich nun auf eine professionelle Studio-Aufnahme mit Mike Morrigan freuen.

Der Rhein-Bote war mit mobiler Redaktion vertreten und durfte am eigenen Stand Bezirksbürgermeister Karsten Kunert und Michael Brockerhoff, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Gerricus, zum lockeren Talk begrüßen. Mit Blick auf das rege Treiben bemerkte Kunert: „Das Straßenfest der Bürgerhilfe Gerresheim ist eine feste Institution. Auch solche widrigen Wetterumstände wie heute halten die Leute nicht von einem Besuch ab.“

Als einen Grund dafür, machte der Chef des Gerresheimer Rathauses eine Besonderheit dieses Straßenfestes aus: „Der Trödelmarkt wird weitgehend von Anwohnern bestückt und nicht von professionellen Anbietern. Das ist ein richtiger Trödelmarkt, hinter dem keine Eventagentur steckt, sondern Privatleute und ehrenamtliches Engagement.

Kunert weiter: Hier herrscht eine super Stimmung, man kennt sich, es ist wie ein Riesen-Nachbarschaftsfest.“ Auch Michael Brockerhoff lobte die Veranstaltung: „Das ist ein gewachsener Trödelmarkt, eine gute Sache, besonders, weil sie ehrenamtlich und aus Eigeninitiative heraus läuft“.

Lokale Prominenz war aber nicht nur am Stand des Rhein-Boten zu finden, sondern auch allenthalben im Einsatz für den guten Zweck der Veranstaltung. So brachte Gastronom Enrico de Angelis gemeinsam mit Chef-Ärzten der Sana-Klinik und dem Ehepaar Kappel innerhalb von zwei Stunden 14 Kilo Nudeln unters Volk. Und Heinz Lückerath, Filialdirektor der Deutschen Bank an der Benderstraße, war wie gewohnt fleißig mit der Lostrommel unterwegs, und verkaufte Lose für die große Tombola. Lückerath lobte besonders die Veranstalter: „Die Bürgerhilfe organisiert das toll, der Hans Küster hat alles im Griff.“

Der so gelobte 1. Vorsitzende der Bürgerhilfe zeigte sich „sehr zufrieden“ mit der 26. Auflage des Straßenfestes: „Trotz des Regens war das Fest sehr gut besucht.“ Und die nächste ähnliche Veranstaltung der Bürgerhilfe kündigte Küster bereits an: „Ende November machen wir einen Weihnachtsbasar zugunsten der Bürgerhilfe im Sana Krankenhaus Gerresheim, und die Idee dazu kam von den Trödlern“. So sieht gemeinsamer Einsatz im Stadtteil aus.

Mehr zum 26. Straßenfest der Bürgerhilfe Gerresheim und viele weitere Fotos finden Sie hier.
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