Kostenlose Notfallpraxen für Menschen ohne Krankenversicherung

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Mehrere tausend Düsseldorfer haben keine Krankenversicherung. Ein Teil der Kosten wird über das Sozialamt abgewickelt. Insgesamt handelt es sich um Kosten von rund 20 Millionen Euro, die letztlich von der Stadt zu tragen sind. Dennoch bleiben Krankenhäuser häufig auf den Behandlungskosten sitzen. Die Ursachen sind vielfältig und die Gruppe der Betroffenen ist ausgesprochen heterogen. Häufig nehmen diese über längere Zeit keine ärztliche Hilfe in Anspruch, weil sie vielleicht nicht die entsprechenden Bedürftigkeitsanträge bei den Behörden stellen wollen oder der Kontakt mit staatlichen Behörden ohnehin für sie eine zu hohe Schwelle darstellt. Die Gesundheitsprobleme vergrößern sich und die irgendwann vom Versicherungssystem zu tragenden Kosten vergrößern sich auf die gleiche Weise.

Dr. en jur. (BOL) Klaus Kirchner, Fraktionsvorsitzender de Freien Wähler im Stadtrat: „ Auch wenn die Gesundheitskonferenz der Stadt Düsseldorf hier derzeit keine Lösungsmöglichkeiten sieht: Es reicht uns nicht, dass immer nur gesagt wird, wir brauchen hier eine europäische Lösung, die dann quasi mit magischer Hand alle Probleme behandeln wird.
Was wir brauchen, ist eine Düsseldorfer Lösung, solange es keine andere gibt. Wir brauchen ein System von kostenlosen Notfallpraxen, das unbürokratisch und niedrigschwellig für die Betroffenen erreichbar und in Anspruch zu nehmen ist. Natürlich kostet das Geld. Doch am Ende, so glauben wir, werden wir Kosten verringern, weil wir den bürokratischen Aufwand zwischen Kostenträgern, Krankenhäusern und Ärzten deutlich reduzieren können.“
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