0:2 gegen den KSC - Fortuna im freien Fall

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Vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen - Mike Büskens Position wackelt. (Foto: OV)

Erneute Pleite, erneuter Platzverweis und immer deutlicher werdende Ratlosigkeit. Mit einer erneut indiskutablen Leistung verliert Fortuna Düsseldorf auch gegen Karlsruhe und stürzt nun auch in Liga 2 in den Abstiegskampf.

Die eindrucksvolle Choreographie zu Beginn veranstalteten die Fans anlässlich des zehnten Geburtstages ihres Dachverbands SCD. Die anschließende Leistung ihrer Mannschaft wirkte so, als wollte die sich zurück machen auf den Weg in die damalige Spielklasse. Gegen einen KSC, der mit einem abgeklärten Auftritt zeigte, warum er als Aufsteiger mittlerweile auf Platz 4 angekommen ist, erspielten sich die Gastgeber im gesamten Spiel nicht eine zwingende Torchance.

Auf der anderen Seite gab es derer gleich mehrere, und die dritte nutzte Alibaz (28. Minute) mit einem fulminanten Volleyschuss zur verdienten Gäste-Führung.
Nach dem Wechsel zeigte dann Fortuna innerhalb weniger Minuten die ganze Palette ihrer aktuellen Unzulänglichen. Mit der Auswechslungen Latkas beraubte sich Trainer Mike Büskens seiner kopfballstärksten Waffe um dadurch einen Platzverweis gegen den ruppigen Tschechen zu vermeiden.

Den gab es dann kurze Zeit später aus heiterem Himmel: Mathis Bolly begnügte sich nicht mit einem Stoß gegen den Klingmann, sondern langte beidhändig und kräftig gegen den Hals des Karlsruhers nach. Ein unglaublicher Ausraster, der Schiri Sippel überhaupt keine andere Möglichkeit ließ, als Bolly glatt Rot zu zeigen. Ein Zeichen dafür, wie tief der Frust sitzt. Damit erweist der Ivorer seiner Mannschaft einen Bärendienst in ohnehin schwierigen Zeiten, denn für diese Aktion dürfte er deutlich länger gesperrt werden, als Kollege Giefer in der Vorwoche.

Bolly hatte den Platz noch nicht ganz verlassen, da machte Peitz mit einem wuchtigen Kopfball zum 0:2 schon den Deckel drauf. Danach hatte der Aufsteiger leichtes Spiel gegen zehn Fortunen, die sich wehrlos in ihr Schicksal ergaben. Dank Aktionen, wie der Torschuss von Weber, der im Seitenaus landete, sangen die Fans gegen Ende der Partie höhnisch: "Oh, wie ist das schön".

Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde droht den Düsseldorfern bereits an diesem Wochenende der Sturz auf den Relegationsplatz 16. Vor dem Gastspiel beim bisherigen Spitzenreiter 1.FC Kaiserslautern (Montag, 9. Dezember, 20.15 Uhr) steht die Fortuna mehr denn je vor einer ungewissen Zukunft. Und das dürfte nach dem sportlichen Offenbarungseid der letzten Wochen insbesondere für die sportliche Leitung gelten.
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Norbert Opfermann aus Düsseldorf | 30.11.2013 | 11:38  
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