Oberbürgermeister Dirk Elbers letzter Arbeitstag

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OB Elbers letzter Arbeitstag beim Bürger und Heimatverein Unterbach

Oberbürgermeister Dirk Elbers nahm das 60jährige Jubiläum des Bürger und Heimatvereins Unterbach zum Anlass, seinen letzten Arbeitstag in seiner Heimat zu verbringen. Freunde, Nachbarn und Weggefährten bereiteten ihm eine herzliche Atmosphäre. Hier hat er seine Wurzeln, hier ist seine Heimat. Dies machte er in seiner denkwürdigen Festrede deutlich.



Gut 250 Unterbacher Bürger aus Vereinen, Institutionen und kirchlichen Organisationen füllten die Mehrzweckhalle der Wichernschule in Düsseldorf-Unterbach. Die festtägliche Stimmung, fand durch das Blasorchester der Jugendmusikschule Erkrath die angemessene Untermalung. In seiner Rede hielt der Vorsitzende des Vereins, Manfred Peter fest, dass diese Veranstaltung „mit einem Rückblick den Vorgängern gewidmet ist“.

Reger Stadtteil


„Wir werfen mit diesem Fest einen Blick auf das Schaffen dieses regen Stadtteils und seiner Bürger“, so der Vorsitzende. Für Peter ist die konstante Mitgliederzahl dieses Vereins beindruckend. Nach seiner Auffassung prägen die zahlreichen Veranstaltungen diesen Verein: egal, ob der traditionelle Weihnachtsmarkt, das alle zwei Jahre stattfindende Heimatfest bis hin zu den Karnevalsveranstaltungen und dem närrischen Umzug. „Wir sind als Vorstand immer bemüht die Arbeit unserer Vorgänger weiter zu entwickeln“, meint Peter. In Richtung des Oberbürgermeisters ruft er: „Schön Dirk, dass du hier bist, denn hier bist du zo Huus!“

Emotionale Rede


Nach erneuter musikalischer Einlage des Blasorchesters Erkrath, ergreift der noch amtierende Oberbürgermeister das Wort. Elbers spannt in seiner teils witzigen, teils nachdenklichen aber sehr emotionalen Rede den Bogen von seiner Kindheit, „meine Urgroßmutter lebte auf der Flachkampstraße“, über seine Heimatverbundenheit „hier komme ich heim“ bis hin zur Verdammung des Facebook „die schwarze Seele des Medienzeitalters“. „Ich konnte mir keinen besseren Ort für meinen letzten offiziellen Auftritt aussuchen“, so Elbers. Er erzählt, wie er als Jugendlicher seine Frau Astrid beim Besuch des Unterbacher Sees auf sein Tretboot gelockt und, indem er sie geheiratet, nicht mehr losgelassen hat. Mit Blick auf seine Frau: „Ich bin froh, dass sie heute noch an meiner Seite sitzt!“

"Wurzeln sind Heimat"


Elbers betont, wie wichtig Wurzeln sind und das jeder etwas braucht, um zurückkehren zu können. „Diese Wurzeln sind Heimat“, so der scheidende Oberbürgermeister. Das Thema Heimat greift er noch einmal auf, als er sich dem Thema neue Medien zuwendet.
Für ihn ist Heimat ein Ort, wo Menschen noch von Gesicht zu Gesicht sprechen und sich austauschen. Er pocht darauf, sich persönlich kennenzulernen und gemeinsam zu feiern. „Für mich ist das Facebook eine Freizeitvernichtungsmaschine, die niemals persönliches vermitteln kann“, stellt Dirk Elbers fest. Umso entscheidender ist nach seiner Auffassung die Zusammenkunft in einem Bürger und Heimatverein. Elbers unterstreicht die Wichtigkeit des Vereinswesens, das „absolut zeitgemäß, sogar erforderlich ist“. Seiner Meinung nach ist der Bürger und Heimatverein Unterbach das wichtige Bindeglied der Vereine. „Das ist sicherlich nicht selbstverständlich“, lässt er durchblicken.

Abschluss


In solch einem sehr persönlich verbundenen Vereinsleben ist der Mensch aufgehoben. Nicht so wie in der politischen Landschaft, wo einem auf die Schulter geklopft wird, wenn man oben ist und unaufhörlich nachgetreten wird, wenn man unten ist. Oberbürgermeister Dirk Elbers schloss seine Rede mit dem Hinweis, dass er beim 100jährigen Bestehen des Bürger und Heimatvereins 95 Jahre sein wird. „Ich bin gespannt, wen die Stadt Düsseldorf dann entsenden wird. Dem würde ich gerne beiwohnen“, tritt er grinsend ab.
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1 Kommentar
Kirstin Engelbracht aus Düsseldorf | 01.09.2014 | 07:17  
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