Freibier gegen Frust

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Etwas Besonderes sollte sie werden, die diesjährige Millinger Kirmes. Ein neues Konzept hatten sich Initiatoren ausgedacht, zu denen der Heimatverein, die Vereine und die Interessengruppe Kirmes gehörten.


„Wir fanden, die Kirmes war so auseinandergezogen, der Schießstand war im Bereich des Schützenplatzes, die Fahrgeschäfte zu sehr verteilt“, begründet Monika Michelbrink-Roth, Vorsitzende des Heimatvereins die Kraftanstrengung. Leider habe ein langjähriger Kooperationspartner der Gemeinde, eine Schaustellerfamilie aus Köln, am Mittwoch Abend um 22 Uhr abgesagt, erläuterte Michelbrink-Roth nicht ohne Enttäuschung und offenkundigem Frust: Der schöne historische Kettenflieger und zwei andere Karussells kamen also nicht, um dem neuen Konzept auf die Sprünge zu helfen. Gleichzeitig hatten dann aber alle Vereine, die Feuerwehr, Schützen und 60 Helfer ihre Anstrengungen verdoppelt, so dass schließlich auf dem St. Quiriuus-Platz doch noch eine hübsche kleine Kirmes am Samstag Nachmittag durch Conny Meyboom eröffnet werden konnte.

Das Beste daraus gemacht

Kinderkarussells, Losbuden, ein Schießstand und ein gemütliches Weinzelt …auch ohne die unzuverlässigen Partner aus Köln werden die Millinger gesellig feiern – so viel stand zur Eröffnung schon mal fest. Weißer, sahniger Schaum tropfte aus dem Zapfhahn und lenkte begehrliche Blicke besonderst der umstehenden Männer Richtung des spendierten Pittermännchens. Doch bevor Conny Meyboom den entscheidenden Schlag mit Holzhammer ausführte, sparte er nicht mit kritischen Worten: Auch die Ortsteile Heelden, Vehlingen und Empel gehörten eigentlich dazu, allerdings sehe er keinerlei Gäste… Ebenso zeigte er sich verständnislos gegenüber der Tatsache, dass die anderen nicht nur nicht kämen, sondern sogar Parallelveranstaltungen stattfinden ließen. An anderer Stelle wetterte Meyboom gegen die Betuwe-Pläne der Bahn: Generationen müssten mit diesen Maßnahmen leben, das Dorfleben werden massiv in Mitleidenschaft gezogen, so Conny Meyboom. Schließlich appellierte er an die Bürger, sich möchten sich in Unterschriftenlisten eintragen, und sich bürgerschaftlich engagieren, um das Schlimmste zu verhindern.
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