Kinder feierten das Fest der Kultuten

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Auf der Hüpfburg kann man auch ohne viele Worte gemeinsam Spaß haben

Interkulturelle Kompetenz … diese Formulierung ist derzeit in aller Munde. Konzepte, Pläne, Budgets – der Aufwand ist groß. Wie so etwas im Kleinen mit viel Spaß und Geselligkeit gelebt werden kann, wurde jetzt im Rahmen des ‚Festes der Kulturen‘ deutlich, das im Förderzentrum seinen Abschluss und Höhepunkt fand.

Gemeinsam hatten die Katholische Waisenhausstiftung und die Städtische Initiative ‚Pro Kids‘ das Ferienprogramm für die Kinder, die den offenen Ganztag besuchen, organisiert und unter das Motto ‚Fest der Kulturen‘ gestellt. Zwei Wochen lang haben sich die circa 40 Kinder der Emmericher Grundschulen unter Anleitung mit fremden Kulturen beschäftigt. Da wurde geknetet, gesägt, geklebt, gesungen und getanzt. Die Grundschulkinder mit Migrationshintergrund, die mit ihren Eltern aus ihren Heimatländern fliehen mussten, haben in Emmerich eine neue Bleibe gefunden, die Kinder erleben über die Schulbetreuung und den Austausch mit Gleichaltrigen die Integration in ‚neue‘ Heimat. Speziell über Kreativangebote lassen sich auch ohne viel Worte Gemeinsamkeiten finden, werden (Sprach) Barrieren überwunden und Kontakte geknüpft. Der Freitag stand dann ganz im Zeichen der stolzen Präsentation dessen, was man über zwei Wochen lang gemeinsam erarbeitet hatte. Schaurige Grabsteine aus Styropor bildeten die passende Kulisse für ein Musical, in der Pausenhalle tönten fröhlich-orientalische Klänge und bewundernd blieben die Besucher der kleinen Präsentation vor den aus Knetmasse hergestellten Länderportraits stehen: „ Das hat riesig Spaß gemacht!“, waren sich die Freundinnen Anja und Emily (8 und 7 Jahre) einig. Zuhause sei die Knetmasse nicht mehr schön, außerdem haben man ihnen vorher viel über Amerika erzählt. „Wir haben die USA gestaltet!“, waren die beiden sichtlich stolz auf das tolle Ergebnis. Aus Eritea etwa stammen Merhawit Gebretnsae und Samawi Abraha. Die beiden Mädchen waren in ihrer schönen traditionellen Kleidung erschienen und sahen aus wie Prinzessinnen aus 1001. Derweil sich einige Kinder auf der Hüpfburg vergnügten, war in der Cafeteria des Förderzentrums ein atemberaubendes Büffet aufgebaut. Die Tische schienen sich unter den bunten Platten, Schüsseln und Terrinen zu biegen, so reichhaltig und vielfältig waren die Speisen, die die Familien der Kinder für das ‚Fest der Kulturen‘ spendiert hatten. Bürgermeister Johannes Diks eröffnete das Multi-Kulti-Event und zeigte sich begeistert über die Vielfalt, das Engagement aller Beteiligten und den tollen Verlauf der Projektwochen.
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