Oliver Steller in der Emmericher Grundschule

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Im Nu war der Funke übergesprunten und die Kinder gingen begeistert mit.

Voller Erwartung schleppten die Kleinen ihre Stühle in die Pausenhalle vor die kleine Bühne. Mit dem Rezitator und Musiker Oliver Steller stand ein Highlight auf dem Stundenplan. Gedichte und Lieder hatte Oliver Steller im Gepäck.




Als langsam Ruhe in die mehr als 160 Schüler der Grundschule hinter dem Mühlenberg kam, stellte er seine mit silberfarbenem Blech beschlagene, glänzende Gitarre als Mitarbeiterin ‚Frieda’ vor, und damit war der Bann gebrochen. Klatschen, lachen, mitsingen … die interaktive Lesung räumte auf mit Vorurteilen gegenüber dem langweilig anmutenden Thema „Gedichte im Deutschunterricht“.

Allergrößte Freude bereitete es den Kindern, „böse Worte“ zu sagen, die ansonsten in der Schule natürlich tabu sind. Mit Bertolt Brechts Gedicht vom Fisch Fasch aber, der seiner Umwelt provokativ seinen weißen ‚A sch’ präsentiert, statt etwas Sinnvolles zum Gemeinschaftswohl beizutragen, war das Eis gebrochen. Im Chor vollendeten die Kinder mit diebischer Freude die Sätze mit diesem „bösen“ Zitat. Sicherlich gebe es in vielen Klassen auch einen ‚Fasch’ … der allerdings hieße eher Faulpelz oder sei der Klassenclown, brach Oliver Steller den Inhalt von Brechts Großstadtlyrik auf Grundschulkinderniveau herunter.

Ihm selbst sei das Thema Lyrik bereits mit der Geschichte des Herrn von Ribbeck in der vierten Klasse gründlich verleidet worden. Erst in der Oberstufe habe er über Gedichte von Kurt Tucholsky und Bert Brecht zur Begeisterung für die literarische Gattung Lyrik zurück gefunden. Kinder dafür zu begeistern, zu erreichen, dass wenn sie den Begriff hören, eine „grüne Lampe angeht“ … das hat sich Oliver Steller zum Ziel gesetzt.
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