Prinzentreffen im Bürgerhaus der Stadt Rees

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Eine Augenweide waren wieder einmal die tollen Kostüme und Uniformen. (Foto: Ralf Beyer)

Während auf dem Markplatz bei Temperaturen um die null Grad in nebligem Grau ihre Waren feilhielten, bot sich im Foyer des Bürgerhauses ein ganz anderes Bild.

Bunte Clowns, unter denen bei genauem Hinsehen auch die stellvertretende Bürgermeisterin Mariehilde Hennig zu finden war, schmucke Tanzmariechen und ‚Soldaten’ mit gut sitzenden Uniformen, der Mode des 18. Jahrhunderts entsprechend … Hier wurde schon mit Orden, unterhaltsamen Witzen aber auch kritischen Kommentaren gesellig gefeiert.

Vier Prinzenpaare und ein Kinderprinzenpaar waren gekommen

Kalli Mey und Manni Berresheim hatten traditionsgemäß als Urgesteine des Reeser Karnevals eingeladen, und viele waren dem närrischen Ruf gefolgt. Prinzenpaare aus Haffen, Haldern, Isselburg und Emmerich waren gekommen, die Haffener hatten sogar ihr Kinderprinzenpaar Jana und Miguel mitgebracht. Die anderen Ortsteile waren durch ihre Karnevalsvereine vertreten, ebenso die Katholischen Frauen Deutschlands oder der noch recht Junge Verein 4242 aus Mehr. Launig moderierte Kalli Mey durch den närrischen Vormittag und der Reeser Bürgermeister Christoph Gerwers war der erste, der aus der Hand eines schmucken Funkemariechens einen Orden entgegen nehmen durfte.


Kritische Anmerkungen von Kalli Mey

Der Fanfarenzug aus Emmerich gestaltete den musikalischen Rahmen, Gardemitglieder, Tollitäten und Tanzgruppen genossen den gesellig-fachlichen Austausch und gemeinsam Start in die Session sichtlich. Auch der Pressesprecher der Stadt Rees wurde mit einem Orden bedacht, bevor Kalli Mey in quasi eigener Sache kritische Worte fand: Ob die Macher von Raucherschutzgesetzen eigentlich den Karneval in die Knie zwingen wollten fragte er und verurteilte deutlich, dass das Verlassen der Räume für eine Zigarettenlänge permanente Störungen der Veranstaltungen bedeute. Auch die verschärften Sicherheitsvorkehrungen beim Straßenkarneval stellten massive Beeinträchtigungen der Durchführung solcher Veranstaltung dar, befand der Gastgeber im Bürgerhaus kritisch. Allen Erschwernissen zum Trotz wurde das unterhaltsame und temperamentvolle Programm fortgesetzt und Trommelwirbel und wilde Drehungen der Tänzerinnen hatten nur eine Botschaft: Jetzt feiern wir erst recht!
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