Von Engeln und Weihnachtsmännern

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Britta Wörmann hat neben Engeln und Weihnachtsmännern in diesem Jahr auch Sterne und Schneemänner gebastelt. Foto: Jörg Terbrüggen
Emmerich. Die kleinen Augen des Weihnachtsmannes schauen etwas traurig rein. Tief ins Gesicht gerutscht verdeckt die lange Mütze das Gesicht des Mannes, der zu Weihnachten sicherlich das ein oder andere Zimmer verschönert.

Ob der Engel vielleicht ein paar tröstende Worte findet? Oder der Schneemann, der mit seiner warmen, umgeschlagenen Mütze die kalten Tage gut zu überstehen weiß? In den letzten Tagen jedenfalls haben sich viele dieser weihnachtlichen oder winterlichen Boten auf den Weg in die Haushalte gemacht, wo sie die weihnachtliche Dekoration mit ihrer Anwesenheit verschönern.
Verantwortlich dafür ist Britta Wörmann, eine äußerst kreative Frau. Sie dekoriert nicht nur im eigenen Haus oder im Garten. Mit ihren Kreationen zaubert sie Jahr für Jahr vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht, die sich für einer der vielen Weihnachtsmänner, Engel oder Schneemänner entschieden haben. Die Liebe zum Detail ist bei jedem Unikat deutlich zu sehen. So verwundert es auch niemanden, dass ihre Figuren auf den Weihnachtsmärkten an der St. Georg-Grundschule sowie im Saale Hebben die absoluten Renner waren.
Pappmaché heisst hier das Zauberwort. Britta Wörmann, deren kreative Anfänge vor 18 Jahren eher mit dem Werkstoff Holz verbunden waren, suchte aufgrund der kräftezerenden Arbeit nach einer Alternative und fand diese schließlich in der Kombination von Papier und Kleister. Nachdem sie im Haus der Familie zwei Kurse besucht hatte, wagte sich Britta Wörmann zunächst an Sterne und Engel. „Die verkaufen sich seit sechs, sieben Jahren recht gut auf Weihnachtsmärkten.“
Doch das Finanzielle hat die kreative Frau dabei gar nicht einmal im Blickpunkt. Ihr macht es vielmehr Spaß, mit ihren eigenen Händen etwas zu erstellen. Etwas, das anderen Menschen eine Freude bereitet. „Ich bastel sehr gerne und wenn im August/September die Finger anfangen zu kribbeln, dann muss ich loslegen.“ Ausgangspunkt ihrer Figuren sind dabei immer die Engel. Aus diesem Proptotyp lassen sich immer wieder neue Figuren basteln. Während sich draußen der Sommer verabschiedet und sich der Herbst langsam ankündigt, ist Britta Wörmann mit ihren Weihnachtsvorbereitungen zugange.
Zu diesem Zeitpunkt formt sie die Körper der Figuren, ehe sie im Oktober, November mit der Ausarbeitung beginnt. Die Köpfe aus Styropor müssen zurecht geschnitten, Haare und Bart aus Stoff besorgt und der maßgeschneiderte Umhang angefertigt werden. Keine Figur ähnelt dabei einer anderen, es sind alles Unikate. „Wenn mir etwas nicht gefällt kommt es auch schon vor, dass ich die Figur ganz neu mache.“
Neben den Engeln und Weihnachtsmännern bereicherten in diesem Jahr noch Schneemänner mit Schal, Besen und Stoffhut sowie kleine Wichtel das Repertoire von Britta Wörmann. Und wer weiss, vielleicht hört man an Heiligabend ja das ein oder andere Glöckchen des Weihnachtsmannes klingeln.
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