Keiner wird abgewiesen

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Zweimal die Woche öffnen sich die Tore der Gocher Tafel und die ehreamtlichen Helfer, wie Paula van Ackeren, Irmgard Kamps und Jessica Janssen (v.l.n.r.), verteilen Lebensmittel an rund 100 Familien.

„Da hat die gute Frau bestimmt etwas falsch verstanden“, reibt sich Jolanta Paeßens verwundert die Augen, als sie am Mittwoch den Leserbrief „Ich habe Angst“ im Gocher Wochenblatt liest.

Christian Schmithuysen

Darin beschreibt die Leserin eine Begebenheit in der Gocher Tafel, die ihr von einer 80-jährigen Bekannten berichtet wurde: Ihr wurde gesagt, sie solle in einem halben Jahr wieder kommen, jetzt werde alles für die Flüchtlinge gebraucht. „Das ist totaler Quatsch. Bei uns wurde noch niemand abgewiesen“, stimmt Silvia Brüx ihrer Mitstreiterin zu. Beide Frauen gehören zu einem rund 60-köpfigen Team von Ehrenamtlern, die bei der Tafel mit anpacken. Sie holen mit Fahrzeugen der Tafel von Supermärkten, Lebensmittelmärkten, Metzgereien und Bäckereien die Waren ab, um sie dann an die Kunden im Tafel-Laden jeden Dienstag und Freitag anderthalb Stunden lang auszugeben.
„Die Verteilung läuft nach strengen Regeln ab“, gewährt Silvia Brüx einen Einblick in die ehrenamtliche Arbeit. „Zunächst muss sich jeder bei der Arche registrieren lassen.“ Dabei sei es völlig egal, ob es sich um einen Rentner, Hartz-IV-Empfänger oder Flüchtling handele. Es käme nur auf die Bedürftigkeit an. Soweit diese gegeben ist, gibt es einen Ausweis und man erhält eine Nummer für die Essensausgabe. „So vermeiden wir lange Wartezeiten“, sagt die Teamleiterin Silvia Brüx. „Schließlich versorgen wir in 90 Minuten rund 100 Familien.“

Hilfe für 100 Familien


Probleme mit Flüchtlingen gäbe es dabei nicht. „Im Gegenteil“, versichert Jolanta Paeßens. „Sie sind alle froh, dass sie bei uns mit Lebensmittel versorgt werden und sind stets freundlich zu den anderen Mitbürgern.“
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