Großer Sport beim zweiten Teil des Keppelner Springfestivals

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Am vergangenen Wochenende wurde zahlreichen Zuschauern beim zweiten Teil des Keppelner Springfestivals 2015 wieder großer Spor geboten.

Knapp 1400 Nennungen lagen dem Reiterverein von Bredow Keppeln vor. Drei Tage lang herrschte internationales Flair auf dem Hötzenhof, denn große Namen waren zu den insgesamt fünf Springprüfungen der schweren Klasse angereist. Unter diesen auch Kranenburgerin Katrin Eckermann und Lokalmatador Tobias Thoenes, der seit Kurzem wieder am Niederrhein beheimatet ist und nun Bereiter im Stall von Holger Hetzel ist. Bereits der Freitag begann mit großem Sport: Nach zwei L und zwei M-Springen stand die erste Springprüfung der Klasse S auf dem Programm. Hier gab es in diesem Jahr eine Premiere, denn die Prüfung war als „Gruppenspringprüfung“ ausgeschrieben. Hierbei werden die Teilnehmer gemäß der Reihenfolge der Starterliste in Gruppen eingeteilt und absolvieren nacheinander den Parcours. In die Siegerrunde kam in diesem Fall jeweils der Beste aus jeder Gruppe. So konnte es passieren, dass in einer Gruppe ein fehlerfreier Ritt nicht weiter kam, in einer anderen Gruppe jedoch ein Ritt trotz acht Fehlern zum Weiterkommen genügte. In der Siegerrunde starteten alle Reiter ohne Strafpunkte, sodass jeder eine Chance auf den Sieg hatte. Diesen holte sich Marc Boes vom RFV Liedberg auf Chuck Berry, er absolvierte den verkürzten Parcours knapp eine Sekunde schneller als Daniela Theelen mit Castelli, die für den Stall von Holger Hetzel an den Start ging.
Auch am Samstagabend wurde den zahlreichen Zuschauern großer Sport geboten. Um 17.30Uhr begann vor vollen Zuschauerrängen eine Springprüfung der Klasse S mit Stechen, die an Spannung kaum zu überbieten war. Unter den 13 Reitern, die ohne Fehler den anspruchsvollen Normalumlauf meisterten, waren auch einige Reiter aus dem Kreis Kleve. So kämpften unter anderem Marcel Bühner (Sevelen) und Katrin Eckermann (Kranenburg) sowie Sophia Beckmann und Stefanie Reining (beide Goch) um den Sieg. Dieser ging jedoch an den Nachbarkreis Wesel. Vanessa Borgmann (Hamminkeln) gelang es, ihren großen Schimmel „Hixson“ in Bestzeit über den Kurs zu lenken, nur einer wurde ihr gefährlich: Christof Kauert, der extra aus Sachsen-Anhalt nach Keppeln gereist war, war nur knapp eine halbe Sekunde langsamer als Borgmann. Die Kreis Klever Reiter hatten trotz lauter Unterstützung des Publikums alle einen Abwurf, die beiden Gocher Reiterinnen sogar am selben Hindernis.

Im Anschluss wurde umgebaut, das traditionelle Mächtigkeitsspringen der Klasse S bis zur Entscheidung stand auf dem Programm. Zuvor zeigten aber noch die Voltigierer des Clubs der Pferdefreunde Goch eine eindrucksvolle Show, die bei den zahlreichen Zuschauern für gute Stimmung sorgte. Für das Mächtigkeitsspringen hatten 24 Reiterinnen und Reiter ihre Startbereitschaft erklärt, so viele wie lange nicht. Viele Starter hatten eine weite Reise auf sich genommen, um in Keppeln starten zu könne. So kamen sie unter anderem aus Sachsen-Anhalt, Hessen, Berlin und Rheinland-Pfalz. Neben den weitgereisten Reitern ging jedoch auch ein Keppelner an den Start: Tobias Thoenes hatte Cincitty gesattelt, um die mächtige Mauer zu bewältigen. Bereits in der ersten Runde hatte die Mauer eine Höhe von 1,75m, die von 20 der 24 Teilnehmer fehlerfrei übersprungen wurde. Großes Pech hatte hier Martin Sterzenbach (Gahlen). Er schaffte die Mauer mühelos, kassierte aber an dem Oxer einen leichten Abwurf. In der nächsten Runde wurde die Mauer auf 1,90m erhöht, nun galt es nur noch, die Mauer und die Trippelbarre zu überwinden. Dies gelang noch 15 Teilnehmern, woraufhin die Mauer auf 2,00m erhöht wurde. Dies nun zu überspringen, gelang nun nur noch sechs Reitern, unter ihnen auch Eike Heise vom RV Nethegau Brakel (bei Paderborn), der nur für dieses Springen angereist war und auf dem Weg nach Keppeln eine Autopanne hatte, die ihn fast daran gehindert hätte, pünktlich nach Keppeln zu kommen. Lokalmatador Tobias Thoenes musste einen Fehler an der Mauer in Kauf nehmen, ebenso wie Kevin Dües (Altenberge), der im letzten Jahr zum ersten Mal nach Keppeln gekommen war und es sich auch dieses Jahr nicht nehmen ließ, mit seinem Schecken vor die Mauer zu reiten.

Die letzte Runde der verbliebenen sechs Reiter ging nun über sagenhafte 2,10m. Dies gelang noch dem Vorjahressieger Christian Slawinski (Waltrop) und Frederik Tillmann (Grevenbroich). Diese teilten sich den Sieg und verzichteten zur Schonung ihrer Pferde auf ein weiteres Stechen. Auf Rang drei landete unter anderem auch Jochen Bender, der in früheren Jahren Bereiter bei Holger Hetzel in Goch war. Der Pferdewirtschaftsmeister, der gleichermaßen in Dressur- und Springprüfungen bis zur Klasse S erfolgreich ist, ritt die 2,10m hohe Mauer immer noch an, als wäre er gerade in einem Stilspringen. Am Sonntag ging es mit zwei Springen der schweren Klasse auf die Zielgerade. Das erste, ausgezeichnet mit einem Stern, gewann überlegen Alexander Hufenstuhl (Süttenbach), der mit Coradina über zwei Sekunden schneller war als der Zweitplatzierte Frederik Tillmann (Grevenbroich). Weiter ging es mit einer Springprüfung der Klasse S, ausgezeichnet mit zwei Sternen, mit Siegerrunde. Die Parcourschefs Georg Broeckmann und Georg Lamers hatten einen anspruchsvollen Kurs aufgebaut, der über zehn Hindernisse führte, darunter eine zweifache und eine dreifache Kombination. Gerade die Dreifache wurde für zahlreiche Reiter zum Verhängnis; als letztes Hindernis brauchten Reiter und Pferde noch einmal viel Kraft und Konzentration, um den Kurs fehlerfrei zu beenden. 10 Reiterinnen und Reiter qualifizierten sich für die anschließende Siegerrunde, neben neun fehlerfreien Ritten auch Vanessa Borgmann mit Hixson als schnellster „Vierer“. Aber auch Sophia Beckmann, Daniela Theelen, Tobias Thoenes und Katrin Eckermann gelang es, sich mit einer fehlerfreien Runde für die Siegerrunde zu qualifizieren. Der Sieg ging nach einem an Spannung nicht zu übertreffenden Stechen an den jüngsten Teilnehmer der Prüfung: Der erst 17-jährige Lars Volmer nahm dem bis dahin führenden Marc Boes noch knapp anderthalb Sekunden ab und konnte weder von Tobias Thoenes noch von Katrin Eckermann vom ersten Platz vertrieben werden. Somit blickt der RV von Bredow Keppeln auf ein spannendes Wochenende mit großem Sport und toller Stimmung zurück. Doch schon jetzt freut man sich aufs nächste Jahr, wenn es wieder heißt: „Willkommen zum Keppelner Springfestival!“ Alle Ergebnisse unter www.rv-keppeln.de
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