AIDS-Hilfe Hagen e.V. ist überzeugt - Wir müssen reden

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  Hagen: AIDS-Hilfe Hagen e.V. |

Mit Befremden und Empörung nehmen wir zur Kenntnis, dass es seit einiger Zeit eine gezielte, - auch politische Kampagne - gibt, die in Ihrer Schärfe nun auch das Maß von Verleumdungen und sogar Drohungen erreicht.

Drohungen und Verleumdungen gegen die Mitarbeiter unseres Vereins, dessen Aus- und Weiterbildungsarbeit seit Jahren politisch durch Kooperationspartner wie Schulen oder Jugendeinrichtungen fachlich wie wissenschaftlich anerkannt ist.

Besonders erschrecken uns die verschwörungstheoretische Perspektive manches Kritikers und zum anderen die bedenkliche politische Identität der Gruppierungen, die sich im Kampf gegen unsere sexualpädagogische Tätigkeit, die sie als bedrohlich erleben, zusammengetan haben.

Hierzu erklären wir:

Die Hagener AIDS-Hilfe hat sich seit nahezu 30 Jahren ihres Bestehens engagiert positioniert:
Für eine offene und ehrliche Aufklärung im Sinne der HIV-Prävention und der Förderung sexueller Gesundheit. Immer unter der Maßgabe der sog. Lebensstilakzeptanz. Kein Lebensentwurf ist dabei besser oder schlechter, als ein anderer. Jeder Mensch hat das Recht auf Diskriminierungsfreiheit und ist gleich an Rechten und Würde.

In diesem Sinne engagieren wir uns gemeinsam mit kommunalen und anderen Trägern im sog. Youthwork-Programm (www.youthwork-nrw.de). Einem Landes-Programm im Rahmen sexualpädagogischer HIV-Prävention auf dem Hintergrund einer emanzipatorischen Sexualpädagogik, die im Rahmen geltender Gesetze und ethischer Haltungen,
• Sexualität – neben ihren abzulehnenden gewaltförmigen Aspekten – auch positiv und ganzheitlich betrachtet,
• die die freie Entfaltung der Persönlichkeit auch im Bereich des Sexuellen als allgemeines Menschenrecht versteht,
• die sexuelle Bedürfnisse als Teil der allgemeinen Menschenwürde respektiert, unabhängig von der sexuellen Identität und der gesellschaftlichen Stellung der betreffenden Personen,
• die erzieherische Orientierung gibt ohne zu indoktrinieren und Heranwachsende in ihrer Entwicklung begleitet, ohne ihnen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, und
• die Scham und individuelle Entwicklung akzeptiert und ernst nimmt und in ihren Methoden ausreichend berücksichtigt,
• die die sexuelle Selbstbestimmung als das wichtigste und grundlegendste Bildungsziel im Bereich der Sexualität in den Mittelpunkt stellt.


Mit dieser Position haben wir nicht nur Zustimmung erfahren. Viele Fachpersonen im Bereich der sexuellen Bildung teilen diese Werte im Grundsatz. Ihre Umsetzung ist immer auch ein Ringen um die Angemessenheit pädagogischer Einflussnahme.

Hierzu gab und gibt es durchaus kontroverse und auch hitzige Diskussionen, die wir im Rahmen unserer Möglichkeiten immer gerne führen. Zum Beispiel auch bei den Elternabenden, die seit einiger Zeit regelmäßig stattfinden und die sich besonders an besorgte Eltern und Fachpersonal richten. Sachliche Kritik an unserer Position ist uns willkommen und ist stets Anlass zu einer beiderseitigen Konkretisierung des Wertecanons des Grundgesetzes dem wir uns verpflichtet fühlen. Lassen Sie uns reden. Der Leitsatz, nach dem wir handeln, lautet:

“Sprechenden Menschen kann geholfen werden”

Wir erneuern unsere Bereitschaft zum fachlichen Dialog, weisen aber jeglichen Versuch der Drohung, der Verleumdung und des „Unterdrucksetzens“ entschieden zurück.
Wir freuen uns auf Eltern und Fachöffentlichkeit, die - besorgt um ihre Kinder- Fragen stellen und Antworten fordern.
Wir diskutieren allerdings nicht mit den politischen Kräften, die Sorgen von Eltern um ihre Kinder für politische Zwecke instrumentalisieren.
Drohmails, die uns erreichen oder beleidigende Anrufe geben wir der Polizei zur Kenntnis und bringen wir zur Anzeige.
Ebenso versteht sich von selbst, dass wir jeden Übergriff auf unser wichtigstes Potential – nämlich unsere ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter rigoros zur Anzeige bringen.
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