Agentin Schlaumeise in Grundschule Berchum dem Wissen auf der Spur

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  Hagen: Grundschule Berchum | „Agentin Schlaumeise - dem Wissen auf der Spur!“ ist ein soziales Projekt des Stadtanzeiger Hagen, bei dem Schülern der dritten bis sechsten Klasse spielend Wissen vermittelt werden soll. In diesem Jahr startete ds Projekt mit dem Themenumfeld „Energie“. Aus diesem Grund besuchte „Agentin Schlaumeise“ zusammen mit der BINSE, der Berchumer Initiative für solare Energien, am vergangenen Mittwoch die Grundschule Berchum/Garenfeld, um Kindern zu erklären, wie Solarstrom funktioniert.

Wie geht Energie?


Wie geht Energie? Und was macht sie mit der Umwelt? Was ist ein Treibhauseffekt? Die Agentin Schlaumeise hat die Grundschule Berchum besucht, um diese Fragen zu klären. Und hatte dafür Experten „im Gepäck“.

Martin Venhaus fährt am liebsten mit einem Boot in den Urlaub. Mit welchen er schon gefahren ist, zeigt er den Kindern der 3. Klasse der Grundschule Berchum: Da gibt es die großen Autofähren, und es gibt kleinere Boote. Auf den Bildern sehen die Kinder sofort einen Unterschied: Die große Fähre zieht eine große Rauchwolke hinter sich her, das kleinere Boot bläst keinen Dreck in die Luft.
Martin Venhaus ist Professor im Bereich Maschinenbau an der Fachhochschule Iserlohn und im Vorstand der BINSE, der Berchumer Initiative für solare Energien. Dass Sonnenenergie Maschinen antreiben kann und die Umwelt schont, zeigt er den Kindern gemeinsam mit Carola Hertzbruch und Dieter Kütemeier, die einiges mitgebracht haben. Holzplatten, Styropor, Kabel, Lüsterklemmen und Schraubendreher, einen kleinen Motor und natürlich - Solarzellen.

Wir bauen einen Solar-Katamran


Aus diesen Bauteilen entsteht das Boot, das Martin Venhaus für seine Urlaubsreisen stets bevorzugen würde: Ein Katamaran, der allein durch Sonnenenergie angetrieben wird. Mit Feuereifer machen sich die Kinder ans Werk, jeder einzelne Bauschritt wird mit dem Diaprojektor auf die Tafel projeziert und erklärt. Da werden Kabel verbunden und der Motor auf die Holzplatte geschraubt, wo es knifflig wird, gibt es Hilfe. Aber eigentlich ist die Sache kinderleicht. Und nebenbei wird auch geklärt, was es mit dem Treibhauseffekt auf sich hat. Denn die Katamarane, die jetzt gebaut werden, produzieren das Kohlendioxyd nicht, das sich wie eine Käseglocke um die Erde legt und die Wärme nicht mehr zurück ins Weltall lässt.
Nach kürzester Zeit erhalten die kleinen Sonnenboote ihre Kufen aus Styropor, und raus geht‘s auf den Schulhof, wo das „Meer“ bereits wartet. Und tatsächlich, sofort setzen sich die Katamarane in Bewegung, zur Begeisterung der kleinen Konstrukteure. Und auch die Agentin Schlaumeise freut sich, denn Kindern spielend Wissen zu vermitteln, ist Ziel ihrer Mission.

BINSE seit 2002 in Sachen Solarenergie unterwegs

In der Grundschule Berchum-Garenfeld ist Solarenergie schon lange ein zentrales Thema. Bereits 2002 nahm BINSE dort eine Solarmarkise in Betrieb, mit der gleich zwei Probleme gelöst werden konnten. Die voll nach Süden ausgerichteten Klassenzimmer konnten gezielt beschattet und die Hitze gemildert werden. Die Stadt Hagen konnte damals aufgrund fehlender Mittel keinen Sonnenschutz für das aus den 60-er Jahren stammende Gebäude finanzieren. 76 Solarmodule sorgen nicht nur für Schatten, sondern reichlich Energie: Durchschnittlich 1.500 Kilowattstunden Strom werden jährlich erzeugt. Und 10.000 Kilogramm Kohlendioxyd eingespart. Eine kindgerechte Anzeigetafel im Schulgebäude zeigt den Kindern und allen Interessierten permanent, wieviel Strom produziert wird und was die Anlage leistet. Die gesamte Anlage wurde wegen der vorbildlichen Gebäudeintegration vom Bauminister des Landes NRW ausgezeichnet. Die Schule selbst darf sich seit dem Frühjahr für ihre erfolgreichen Bemühungen um „nachhaltige Bildung“ offiziell „Schule der Zukunft“ nennen.
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