Phoenix Hagen: Meisterprüfung zur ungewohnten Zeit

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Am Montagabend, 23. November, tritt Phoenix Hagen beim Deutschen Meister Brose Baskets an. Sprungball zur Partie der 9. Runde der Beko Basketball Bundesliga ist um 20 Uhr. Telekom Basketball überträgt ab 19.45 Uhr live aus der brose Arena.

Der ungewöhnliche Montag als Spieltermin ist dem internationalen Stress der Bamberger geschuldet. Am heutigen Freitag heißt der Gegner in der Euroleague Malaga, eine Woche später steht ein Auswärtsspiel in Istanbul an. Drei Siege aus den ersten fünf Euroleague-Partien sagen eine Menge aus über die Mannschaft des Meisters, die in der Bundesliga derzeit Dritter ist.

Außergewöhnlich ist der gesamte Kader der Oberfranken bestückt, doch die Guard-Riege der Brose Baskets ragt vielleicht noch einmal heraus. Neben MVP Bradley Wanamaker (15,3 Punkte) und dem cleveren Letten Janis Strelnieks steht seit Sommer auch der hochdekorierte griechische Nationalspieler und Titelhamster Nikolaos Zisis (von Fenerbahce Istanbul) in Bamberg unter Vertrag. Neu sind ebenso das slowenische Talent Aleksej Nikolic (spielt in Doppellizenz auch für Baunach) und der herausragende Werfer Lucca Staiger (kam aus München).

Positiv überraschen konnte auf der Flügelposition Patrick Heckmann, der vom Boston College kam und im Bamberger Starensemble durchschnittlich 14 Minuten spielt und dabei 7,3 Punkte erzielt. Die weiteren Alternativen auf den Forward-Positionen sind hochkarätig: Dort tummeln sich die deutschen Nationalspieler Daniel Theis und Elias Harris, der NBA-erfahrene Darius Miller und der italienische Internationale Nicolo Melli, der von seinem Trainer und Landsmann Andrea Trinchieri nach Bamberg gelockt wurde.

Lediglich auf der Centerposition haben die Bamberger eine Baustelle. Weil Rookie Gabriel Olaseni die Erwartungen nicht erfüllen konnte, wurde kurzfristig Leon Radosevic von Besiktas Istanbul geholt. Der Kroate, der zuvor auch für ALBA BERLIN spielte, soll gegen Hagen sein Beko BBL-Debüt geben. Als Center-Alternative steht der erfahrene Yassin Idbihi zur Verfügung, der vom FC Bayern kam.

„Bamberg ist eine echte internationale Spitzenmannschaft. Da hat sich in den letzten Jahren noch einmal eine Menge getan“, sagt Phoenix-Coach Ingo Freyer. „Deutsche Top-Teams sind auch im internationalen Vergleich heute ganz anders aufgestellt als früher. Spieler wie Melli oder Zisis wären vor ein paar Jahren wohl nicht in die Beko BBL gewechselt. Und wenn etwas nicht ganz so funktioniert, wird schnell nachgelegt, so wie bei Radosevic.“

Die Rollen sind darum am Montag klar verteilt: Bamberg ist der haushohe Favorit. „Wir können nur hart arbeiten und an den richtigen Tag glauben. Ich hoffe, dass wir – wie etwa gegen die Bayern – gut in die Partie kommen“, so Freyer. Nicht mehr mit nach Bamberg fährt Tommy Lee Smith, dessen Vertrag ausgelaufen ist. „Wir danken Tommy Lee Smith dafür, dass er nach der Verletzung von D.J. Covington so kurzfristig eingesprungen ist, und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft“, sagt Hagens Geschäftsführer Christian Stockmann.
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