Phoenix Hagen: Niederlage gegen den Meister

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DER MEISTER GIBT SICH IN HAGEN KEINE BLÖSSE
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Alles gegeben und doch verloren: Mit 74:97 (34:42) unterlag Phoenix Hagen
im zweiten Heimspiel der Saison dem amtierenden Deutschen Meister FC
Bayern München. 3.145 Zuschauer in der ausverkauften ENERVIE Arena sahen
kampfstarke Feuervögel, die den Bayern einiges abverlangten, aber vor
allem in der Schlussphase den Klassenunterschied anerkennen mussten.

Das Personal:

Bei den Bayern kehrte Anton Gavel nach einer Schulterblessur zurück.
Weiter verletzt fehlten Bryce Taylor (Adduktorenprobleme), Paul Zipser
(Innenbanddehnung) sowie Yassin Idbihi (Nackenprobleme). Auch Top-Talent
Vasilije Micic kam nicht zum Einsatz. Phoenix Hagen dagegen konnte wie
bereits zuletzt in Bestbesetzung auflaufen.

Der Spielverlauf:

Im Vorfeld der Partie hatte Bayern Münchens Trainer Svetislav Pesic vor
dem schnellen Spiel der Hagener gewarnt. Wie um ihn zu bestätigen, legte
Phoenix gleich rasant los: Larry Gordon schnappte sich das Spielgerät und
hatte nach nur vier Sekunden die erste Chance des Spiels. Die ersten
Punkte sicherte sich jedoch auf der anderen Seite Bayerns Nihad Djedovic.
Nachdem Keith Ramsey und Todd Brown nach Bayern-Führung jeweils
ausgeglichen hatten, bescherte Zamal Nixon Phoenix mit seinem Dreier zum
7:6 die erstmalige Führung (3.). Brown lochte wenig später nach einem
Treffer von Bryant zur 9:8-Führung ein (4.) und schnappte sich nach dem
Bayern-Angriff sogar noch den Defensiv-Rebound, um die Führung zu
verteidigen (5.). Doch die Bayern ließen nicht locker: Bryant und Benzing
scorten und verschafften ihrem Team einen ersten kleinen Vorsprung.
Savanovic besorgte mit seinem Treffer zum 13:23 die bis dahin höchste
Führung der Bayern (10.). Mit 16:25 endete das erste Viertel, in dem sich
früh die Hagener Schwäche unter den Körben erkennen ließ: Fünf zu 15
lautete nach den ersten zehn Minuten die Rebound-Bilanz.

In der Viertel-Pause wurde der älteste Basketball-Fanclub Deutschlands
für sein 20-jähriges Bestehen geehrt: die G-Blocker! Geschäftsführer
Oliver Herkelmann überreichte den Fans ein von allen Spielern signiertes
Trikot mit der Nummer 20 und dem Namen des Fanclubs auf dem Rücken. Auf
dem Parkett ging es rasant weiter: Stimac traf doppelt zum 16:29 (12.),
Gordon traf anschließend zum 18:29. Ein Signal für die Hagener, weiter
anzugreifen: Keith Ramsey erzielte erst sieben Punkte in nur einer Minute
und legte den Ball schließlich für Fabian Bleck auf, der per Dreier auf
28:30 verkürzte (14.). Die Halle tobte angesichts dieser sensationellen
Aufholjagd. Und die Feuervögel blieben weiter dran: Nach Treffern von
Anton Gavel und Jan-Hendrik Jagla verkürzte Ramsey im dritten Hagener
Versuch innerhalb von Sekunden auf 30:34 (17.). In die Pause ging es
schließlich mit 34:42.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Bayern durch Heiko Schaffartzik und John
Bryant zunächst ihre Führung auf 34:47 aus. Gordon und Nixon hielten
Phoenix im Spiel – genau wie zuvor München trafen sie erst per Dreier
und anschließend aus der Nahdistanz (23.). Doch Bayern hatte das Spiel
weiter im Griff: Gavel und Djedovic sorgten für eine doch recht hohe
Führung von 39:56 (25.). Die Feuervögel gaben sich jedoch zu keinem
Zeitpunkt des Spiels auf und warfen alles in die Waagschale. Exemplarisch
für den Hagener Kampfgeist, wie Ramsey Gavel den Ball abluchste, den
Nixon dann entschlossen im Netz versenkte (27.). Trotzdem arbeiteten die
Bayern weiter am Ausbau ihrer Führung, die Robin Benzing zwischenzeitlich
auf 21 Punkte erhöhte (28.). Nach einem Dreier von Ramsey zum 52:68 brach
die Halle in Jubel aus (30.), den auch Schaffartzik mit zwei erfolgreichen
Freiwürfen nicht trüben konnte.

Die letzten zehn Minuten begannen vielversprechend: Wieder traf Ramsey für
drei und lieferte kurz darauf noch zwei Punkte hinterher (32.). Sehenswert
war auch der Alley oop von Brown nach Vorarbeit von Gordon (33.), der die
Fans trotz eines 59:72-Rückstands jubeln ließ, als hätte man den
Deutschen Meister in die Knie gezwungen. Brown ackerte weiter, kämpfte
sich unter dem Bayern-Korb durch und traf zum 63:78 (35.). Nun allerdings
ließen bei den Feuervögeln langsam auch die Kräfte nach, was die Bayern
mit neun Punkten ausnutzten, während Phoenix in dieser Zeit nur einen
Punkt verbuchte. Wieder war es Brown, der diese kurze Schwäche-Phase mit
seinem 66:87-Treffer beendete (38.). Auch die Schlussphase bestimmten die
Bayern, besonders Djedovic punktete weiterhin zuverlässig. Für Phoenix
erzielte Brown zum Abschluss noch einen Dreier (40.). Seinen letzten
Treffer gab Kapitän Bell erst kurz nach Ertönen der Sirene ab, sodass es
schließlich beim 74:97-Sieg für Bayern München blieb.

Das Fazit:

Die Feuervögel stemmten sich engagiert und kampfstark gegen die Übermacht
aus München. Auch die jungen deutschen Spieler Fabian Bleck, Moritz Krume
und Niklas Geske kämpften sich regelrecht in die Partie. Der Sieg der
Bayern, die noch stärker besetzt sind als in der letzten Saison, war
letztendlich aber nie gefährdet. Der Deutsche Meister behielt vor allem
beim Defensiv-Rebound die Oberhand und spielte auch die Wurfstärke ihrer
Stars wie Nihad Djedovic, mit 22 Punkten Topscorer der Partie, und John
Bryant (21 Punkte) aus.

Die Trainerstimmen:

Ingo Freyer (Phoenix Hagen): „Es war ein verdienter Sieg für die Bayern.
Dennoch geht ein Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben über 40
Minuten gekämpft und umgesetzt, was wir wollten – soweit es gegen einen
Gegner dieser Qualität für uns möglich war. Wir haben gut verteidigt,
trotz der 97 Gegenpunkte. So müssen wir auch gegen andere Teams
verteidigen, dann bin ich zuversichtlich.“

Svetislav Pesic (FC Bayern Basketball): „Ich bin zufrieden mit dem
Ergebnis. Gerade, weil heute einige Spieler bei uns etwas krank waren. Wir
haben defensiv sehr viel investiert, das war stark. Gegen eine Mannschaft
wie Hagen ist es wichtig, dass man defensiv gute Beine hat. Das haben wir
gezeigt – und darum haben wir gewonnen.“

Die Statistik:

Phoenix Hagen – FC Bayern München 74:97 (34:42)

Phoenix Hagen: Ramsey (19/3), Brown (19/1, 11 Reb.), Nixon (14/2), Gordon
(11/1), Igbavboa (4), Bleck (3/1), Bell (2), Krume (2), Geske.

FC Bayern München: Djedovic (22/1, 10 Reb.), Bryant (21, 10 Reb.), Gavel
(11/1,7 Ass.), Schaffartzik (10/2), Savanovic (10/2), Stimac (0), Staiger
(6/2), Benzing (4), Jagla (3).

Zuschauer: 3.145 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Oliver Krause, Mathias Rucht, Dr. Enrico Streit

Technischer Kommissar: Peter George

Stationen: 9:10 (5.), 16:25 (10.), 28:32 (15.), 34:42 (20.), 41:56 (25.),
52:70 (30.), 63:80 (35.), 74:97 (40.).






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Herausgeber:
Phoenix Hagen GmbH | Funckestraße 38/40 | D-58097 Hagen
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