Phoenix Hagen verliert auch in Bremerhaven

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Mit 85:92 (48:48) verlor Phoenix Hagen sein Auswärtsspiel in der Basketball- Bundesliga bei den Eisbären Bremerhaven. Vor 3.060 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven machten sich die Hagener das Leben phasenweise selbst schwer und wurden am Ende auch Opfer ihrer hohen Foulbelastung.
Keith Ramsey zeigte eine engagierte Leistung.

Gegen engagierte Gastgeber taten sich die Feuervögel zu Beginn sehr schwer. In einer Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten waren die Hagener vor allem beim Rebound zu nachlässig und kamen schnell in Foulprobleme. In der Endphase des ersten Viertels fand Phoenix besser zu seinem Rhythmus. David Bell glich zum 19:19 aus (10.). Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts setzten sich die Eisbären um den starken Myles Hesson dann ab (32:22, 13.). Erschwerend kam für Hagen hinzu, dass David Bell und Urule Igbavboa zu diesem Zeitpunkt bereits mit jeweils drei persönlichen Fouls belastet waren.

Es war Larry Gordon, der die Gäste zurück ins Geschehen brachte. Der Flügelspieler traf sicher aus der Distanz. Hagen hatte in dieser Phase auch defensiv die nötige Aggressivität als Team und kam zu etlichen Ballgewinnen. Gordon verkürzte von der Dreierlinie zum 46:43 (19.) und Niklas Geske stellte mit der Pausensirene den Spielstand auf 48:48. Dank einiger Steals, der starken Larry Gordon und Keith Ramsey sowie einer guten Verteidigungsleistung gegen Moses Ehambe, dem keine freien Würfe gestattet wurden, konnte Phoenix seine Defizite ausgleichen.

Auch aus der Kabine kam Hagen mit Oberwasser. Todd Brown besorgte per Dreier die erste Führung (51:48, 21.). Die Mannschaft von Ingo Freyer hatte in dieser Phase alles im Griff und kaschierte auch die Foulproblematik geschickt. Bremerhaven profitierte jetzt sehr von Neuzugang Sergio Kerusch, der dem Team viel Energie gab. Einige leichte Hagener Fehler in der Endphase des dritten Viertels brachten Bremerhaven dennoch die Führung zurück (68:66).

Im Schlussabschnitt boten beide Mannschaften dem Gegner eine Menge an. Hagen erlaubte sich zum Teil überflüssige Fouls und geriet so verstärkt unter Druck. Eine entscheidende Szene: Larry Gordon beschwerte sich nach seinem fünften persönlichen Vergehen zu laut und erhielt gleich noch ein Technisches Foul als Dreingabe. Myles Hesson erhöhte auf 87:80 (38.). Während Muli Katzurin größtenteils zwischen seinen beiden Spielmachern Lorenzo Williams und Jerry Smith wechselte, ließ er in der Schlussphase beide als Tandem die Partie nach Hause bringen. Phoenix Hagen verlor nun neben Gordon auch Dino Gregory und David Bell mit fünf Fouls. Bremerhaven siegte letztlich mit 92:85.

Die Trainerstimmen:

Muli Katzurin: „Diese Art von Sieg haben wir dringend gebraucht. Ich freue mich, wie das Team heute reagiert hat. Die Jungs haben gekämpft und wir hatten eine sehr gute Balance in der Mannschaft. Das zeigt die Tatsache, dass gleich sechs Spieler zweistellig gepunktet haben. Es war nur ein erster Schritt, wir müssen jetzt weiter hart arbeiten. Ein großer Dank geht heute an unsere Fans. Wir haben sie heute gebraucht und sie haben uns erstklassig unterstützt. Die Stimmung in der Halle war großartig.“

Ingo Freyer: „Das war ein sehr intensives Spiel. Beide Mannschaften haben auf dem gleichen Level gespielt. Die Foulverteilung finde ich etwas unglücklich. Bremerhaven hat 47 Freiwürfe bekommen, wir nur 20. Es waren nur drei Spieler in meiner Mannschaft, die den Fight angenommen und dagegengehalten haben. Aber es müssen alle Spieler etwas produzieren, sonst kann man in der Beko BBL kein Spiel gewinnen.“
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