Wichtiger Auswärtssieg für Phoenix Hagen in Ulm

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Mit einem wichtigen 90:74 (39:39)-Auswärtssieg bei ratiopharm ulm beendete Phoenix Hagen eine Serie von fünf Niederlagen in der Basketball-Bundesliga. Vor 6.000 Zuschauern in der ausverkauften ratiopharm arena konnten alle Hagener Amerikaner zweistellig punkten.

Phoenix Hagen veränderte die Defensive. Die Gäste stellten die eigene Zone engmaschig zu und überließen den Ulmern die Dreipunktelinie. Daraus konnte die Mannschaft von Thorsten Leibenath jedoch kein Kapital schlagen. Phoenix konnte hingegen den Rebound von Beginn an ausgeglichen gestalten. Aus Ballgewinnen und Rebounds kreierten die Feuervögel ihr Tempospiel. Zamal Nixon traf zum 12:4 (5.), Larry Gordon erhöhte auf 19:6 (9.). Dabei ließen die Hagener noch eine Menge liegen, leisteten sich selbst leichte Ballverluste und trafen auch ihre Distanzwürfe nicht. Zur Viertelpause führte Phoenix mit 19:11.

Ulm kam jetzt besser ins Spiel. Beim Durchwechseln verloren die Hagener etwas den Rhythmus, während Ulm sein Glück nun mehr in Korbnähe suchte. Phoenix blieb zunächst vorn (25:17, 14.), doch Ulm konnte die Konzentrationsmängel in der Gäste-Defense jetzt mehr und mehr ausnutzen. Will Clyburn glich zum 37:37 aus. Beim Stand von 39:39 wurden die Seiten gewechselt. Larry Gordon hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ein Double-Double (10 Punkte, 10 Rebounds) zu verzeichnen. Für Ulm kam Clyburn ebenfalls auf 10 Zähler. Beide Mannschaften schossen von draußen allerdings die Lichter aus: Sowohl Ulm (1/13) als auch Hagen (1/11) enttäuschten von der Dreierlinie.

Die Gastgeber spielten zu Beginn der zweiten Hälfte verstärkt über Tim Ohlbrecht. Vier Punkte des USA-Heimkehrers brachten Ulm die erste Führung (43:41) – es sollte die einzige im gesamten Spiel bleiben. Phoenix Hagen traf jetzt in wichtigen Momenten Dreier und schloss zweimal trotz eines Fouls ab. So zogen die Feuervögel wieder auf 60:50 davon (26.). Zamal Nixon überzeugte vor allem nach dem Wechsel als Aufbauspieler und als Scorer. Ulm versuchte es weiter erfolglos von außen, doch auch die Hagener Quote sank nun wieder. Umso wichtiger war es, dass David Bell mit einem Buzzerbeater das dritte Viertel per Dreier zum 54:65 beschloss.

Bei Ulm war es jetzt vor allem der ehemalige Hagener Adam Hess, der sich mit Hingabe und Scorer-Qualitäten gegen die drohende Niederlage stemmte. Philipp Schwethelm verkürzte auf 62:67 (33.), doch Phoenix wusste im richtigen Moment die Antwort. Ein Dreier von Niklas Geske aus der Ecke zum 74:62 und ein weiterer Distanzwurf von Zamal Nixon 77:64 (36.) zogen Ulm endgültig den Zahn. Phoenix Hagen spielte die Partie jetzt souverän herunter und gewann am Ende mit 90:74. Es war der erste Phoenix-Sieg in Ulm überhaupt.

Das Fazit:


Die Umstellung in der Verteidigung wirkte sich sehr positiv auf das Hagener Spiel aus. Die Feuervögel gewannen den Rebound mit 35:34. Ulm zeigte sich phasenweise ratlos gegen die engmaschige Defense und versäumte es, durch bessere Distanzwürfe zurück ins Spiel zu kommen. Bei Phoenix Hagen waren alle fünf US-Amerikaner gut im Spiel. Zamal Nixon und Niklas Geske gewannen das Duell auf der Aufbausposition gegen Per Günther und Tommy Mason-Griffin. Kluge Auszeiten gaben den dünn besetzten Gästen immer wieder wichtige Verschnaufpausen, um die Partie letztlich souverän zu gewinnen.

Die Trainerstimmen:


Thorsten Leibenath: „Ohne Zweifel ein verdienter Sieg für Hagen. Sie haben mit viel mehr Selbstbewusstsein agiert als wir. Es schien, als könnten wir die Lethargie im zweiten Viertel ablegen, aber das war ein Irrglaube: Wir sind verschlafen aus der Halbzeit gekommen und haben uns die gleichen unerklärlichen Fehler geleistet. Mein großes Kompliment geht an die Fans, die trotzdem unglaubliche Stimmung gemacht haben. Ich hätte mir heute fünfmal Adam Hess auf dem Feld gewünscht, weil er als einziger Spieler leidenschaftlich gekämpft hat und dieses Spiel gewinnen wollte – seine fünf Fouls sind absolut bezeichnend dafür.“

Ingo Freyer: „Wir haben es heute geschafft, den Game Plan konzentriert umzusetzen. Zwar gab es in der Verteidigung immer noch schlechte Phasen, aber einen großen Teil der 40 Minuten hat es bereits gut geklappt. Wir konnten die Fastbreaks konsequent nutzen, haben aber trotzdem noch viel zu viele einfache Turnover, die nicht passieren dürfen. Für mich gibt es heute keinen Grund zu jubeln, wir haben erst zwei Siege. Daher müssen wir weiter hart an uns arbeiten.“
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