Stadtmühlenbucht: Spatenstich für die Lagune

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Mit einem gemeinsamen Spatenstich wurde das Projekt Stadtmühlenbucht in seine Ausbauphase geleitet. Foto: Borgwardt
Haltern am See: Stadtmühlenbucht |

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde am vergangenen Freitag der Umbau der Stadtmühlenbucht offiziell in Angriff genommen. Wo heute noch ein einfacher Acker ist, soll bald eine ungewöhnliche Wasserlandschaft zum Experimentieren einladen.

In den kommenden Monaten wird sich die Landschaft zwischen den beiden Mühlbacharmen drastisch verändern: Eine künstliche Lagune soll an der Stelle des alten Parkplatzes entstehen, so dass die Strandallee zwischen dem See und der neuen Wasserfläche wie über eine Insel verläuft. Auf breiten Stufen können die Besucher nicht nur zur neuen Wasserfläche hinunterwandern, sondern hier auch noch einige interessante Experimente erleben: Wasserwippen, muskelbetriebene Pumpen, Fließflächen und Versickerungsbecken laden dazu ein, sich spielerisch mit dem Element Wasser auseinander zu setzen.

Der Umbau ist Teil des großen Maßnahmenpaketes 2Stromland, das die Emscher-Lipperegion durch gezielte Maßnahmen zwischen Haltern, Olfen und Datteln ökologisch und touristisch aufwerten soll. „Dieser schon jetzt schöne Standort wird im Laufe dieses Jahres noch erheblich attraktiver werden", freute sich auch Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel, der zusammen mit seinen Amtskollegen aus Datteln und Olfen, dem Landrat Cay Sürberkrüb, der Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller sowie weiteren Projektbeteiligten zur symbolischen Schaufel griff. Feller lobte die bisher gute Zusammenarbeit aller Akteure bei der Umsetzung der gesteckten Ziele. Mit dem Projekt 2Stromland werde die Region noch weiter aufgewertet.

Kritik hatte es im Vorfeld vor allem wegen der nötigen Rodung und der anfallenden Kosten gegeben. Baudezernent Wolfgang Kiski betonte, dass die von der Stadt zu tragenden Kosten durch die Förderung auf rund 350.000 Euro begrenzt seien.„Allein die zwingend erforderliche Verlagerung des Parkplatzes aus der Wasserschutzzone und die Sanierung der Strandallee würden uns ohne die Förderungen etwa 1,4 Millionen Euro kosten“, so Kiski. Er räumte ein, dass zwar 110 Bäume gefällt werden mussten, wies aber darauf hin, dass nur die wenigsten davon eine Stammdicke von mehr als 70 cm aufgewiesen hätten. Zudem seien bereits 50 neue Bäume am neuen Parkplatz gepflanzt worden.

Die nicht von der Rodung betroffenen Pflanzen werden den Halternern nach der Flutung der neuen Lagune erhalten bleiben: Auf der so entstehenden "Waldinsel" soll die Natur weitestgehend ungestört bleiben. Der neuen Wasserfläche wurde von den Planern der beschauliche Name "Mühlenweiher" gegeben.
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