Bergknappen pflegen Geschichte und Traditionen des Bergbaus

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Das kulturelle Erbe des Bergbaus bewahren ist das Anliegen der Bergknappen
Ringgemeinschaft der Bergknappen trifft sich in Haltern

Die letzten Zechen schließen. Mit dem Standort Auguste Victoria endet ein Teil der Geschichte des Bergbaus auch bei uns in Haltern am See. Am Rande des Kohlenpotts gelegen hat die Geschichte des Bergbaus die Seestadt berührt. Das Sterben der Kohlebergwerke hat zwar eine eindeutige Verbesserung der Luftqualität im Ruhrgebiet gebracht, es bedeutet aber auch, dass alte Traditionen, die sich rund um das Leben und Arbeiten der Bergleute entwickelt haben, langsam in Vergessenheit geraten. Damit dies nicht geschieht, hat sich der Bergknappenverein die Brauchtumspflege dieses Berufszweiges auf die Fahnen geschrieben.

Kulturelles Erbe des Bergbaus bewahren

„Knappe“ war im Bergbau ursprünglich die Bezeichnung für jemanden, der die Lehre als Bergmann erfolgreich abgeschlossen hat. Er war einer der Kumpels, die mit russgeschwärztem Gesicht unter Tage für den mühsamen Abbau der Kohle zuständig waren, um uns allen das Leben durch das schwarze Gold ein wenig angenehmer zu machen.

Den Mitgliedern des Bergknappenvereins heute liegt die Wahrung der Traditionen am Herzen. Es geht es ihnen dabei nicht darum „unter sich“ zu feiern und innerhalb des Vereins gemeinsamen Interessen nachzukommen. Das kulturelle Erbe des Bergbaus kann nur lebendig bleiben, wenn es auch in Umzügen und auf Veranstaltungen vorgestellt wird. Daher treffen sich die Mitglieder regelmäßig um bevorstehende Events und Exkursionen zu organisieren.

In Haltern trafen sich am vergangenen Samstag die Mitglieder der Ringgemeinschaft der Bergknappen um die bevorstehenden Vereinsaktivitäten zu planen. „Dem Landesverband der Bergleute geht es heute darum, alte Bräuche zu pflegen und zu erhalten. Dazu gehört neben den Barbarafeiern zu Ehren der Schutzheiligen der Bergleute auch die Organisation von Bergmannsgottesdiensten, Jubiläen der Mitglieder, Geburtstagsfeiern, Krankenbesuche und auch Trauerfeiern,“ erklärt Peter Jockheck, 1. Vorsitzender des Dattelner Partnervereins B.V. Bergmannsglück.

Glück auf - Der Steiger kommt

Zum Abschluss der Tagesordnung geht es zum fröhlichen Teil über: Keine Sitzung und kein Treffen wird beendet ohne das traditionelle Steiger-Lied der Bergleute anzustimmen. Dass hier jeder textsicher ist und alle sieben Strophen auswendig kennt, ist Ehrensache. Danach bleibt nur noch auf das gemeinsame Wohl und die zukünftigen Treffen mit einem zünftigen Schnaps anzustoßen: „Glück auf!“
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