Der Umweltbus „Lumbricus“ besuchte die Realschule Heiligenhaus

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Heiligenhaus: Vogelsangbachtal |

Besser hätte das Schuljahr für die Bio-Klasse der Realschule Heiligenhaus gar nicht anfangen können: Der Umweltbus „Lumbricus“ rollte ins Vogelsangbachtal und statt trockener Theorie stand Forschen, Sammeln und Prüfen auf dem Unterrichtsprogramm.

Die Gummistiefel gehörten an diesem sonnigen Vormittag im Vogelsangbachtal obligatorisch mit zur Ausrüstung der Schüler der achten Klasse der Städtischen Realschule Heiligenhaus.
„Wir gehen gleich an den Rinderbach und da werden wir nicht umhin kommen, ins Wasser zu gehen“, erklärte Ottmar Hartwig von der Natur- und Umweltschutzakademie NRW. Der Umweltbus Lumbricus hatte vor dem alten Wasserwerk im Paradies geparkt und Ottmar Hartwig veranschaulichte den Schülern als erstes, was ein stabiles Ökosystem ausmacht. Jeder Schüler verwandelte sich dabei mental in ein Gewässerlebewesen, wie Fisch, Wasserfloh, Egel, Krebs- und Spinnentier oder Alge. Welche Lebewesen gemeinsam ein stabiles Ökosystem bilden und wann es kippt bzw. es gestört ist, wurde den Schülern mittels Seil demonstriert.
„Wer ist noch mal die Alge?“, hörte man den Umweltexperten fragen. Nacheinander ruft er die Schüler beziehungsweise verschiedenen Wasserlebewesen auf. Diese bilden aus dem Seil ein stabiles Netz, das ohne weiteres einen Mitschüler tragen kann. Entfallen aber Lebewesen, wird das Netz instabil und der Schüler erkennt schnell: Hier gerät etwas ins Ungleichgewicht. Die Schüler machen Späße, lachen und das Wichtigste, sie verstehen.

Im Umweltbus werten die Schüler Daten aus


Im Umweltbus gibt es dann noch eine kleine Einführung, wie die nun bevorstehende Fließwasseruntersuchung von Statten geht. Dabei sollen Lebewesen gesammelt und zugewiesen werden, chemische Daten wie pH-Wert, Sauerstoffgehalt oder Mineralien festgestellt werden. Aber auch die Strukturgüte, wie geographische Gegebenheiten, sollen erkannt werden.
„In dieser Klasse mit Schwerpunkt Biologie steht in diesem Jahr Gewässerökologie auf dem Lehrplan“, so Kursleiterin Dr. Ulrike Klausmeyer-Witte. „Die Lernmotivation kann durch solche Exkursionen enorm gesteigert werden. Wir gehen gerne raus aus dem Klassenzimmer.“
Gesagt - getan. Und schon stapfen die Schüler ausgerüstet mit Gummistiefeln, Anglerhose und diversen Messgeräten gen Rinderbach. Am Ende der Exkursion werden sie alle gesammelten Daten prüfen und die Ergebnisse zusammentragen. Diese werden sie dann im Unterricht noch eine ganze Weile beschäftigen.
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