Rekordjahr für den Bürgerbus in Herdecke

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Der Bürgerbus fährt das Seniorendorf am Nacken werktags elfmal pro Tag an. Foto: Bürgerbusverein Herdecke

Das Jahr 2017 war für den Bürgerbus in Herdecke das mit Abstand erfolgreichste. Gab es am Jahresende 2016 noch ein wenig Stirnrunzeln, weil die Beförderungsergebnisse gegenüber dem Vorjahr stagnierten, ist im März 2017 ziemlich überraschend „der Knoten geplatzt“.

Der Bürgerbus verzeichnete bei den Beförderungsergebnissen enorme Wachstumsraten. Monatsergebnisse von 1.000 Fahrgästen oder mehr, die bislang die seltene Ausnahme waren, sind seit Mai 2017 der neue Standard – zwischenzeitlich wurden auch schon mal fast oder sogar mehr als 1.200 Fahrgäste pro Monat gezählt. Am Ende des Jahres 2017 wurde mit gut 12.400 Fahrgästen ein Zuwachs von mehr als 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr registriert.
Bemerkenswert bei dieser Entwicklung ist, dass das Nachfragewachstum vor allem im Bereich der Zahlgäste stattfand. Die Anzahl der Schwerbehinderten, die der Bürgerbus kostenlos befördert, wuchs demgegenüber nur noch halb so stark. Die Anzahl der beförderten Kinder verdoppelte sich sogar. „Offensichtlich sind wir mit unserem Angebot stärker auch bei den ‚normalen‘ Bürgerinnen und Bürgern in Herdecke angekommen.“ freut sich der Vorsitzende des Bürgerbusvereins, Eberhard Dickow. „Sicherlich hat auch unsere verbesserte Öffentlichkeitsarbeit hier Früchte getragen.“
Auffällig ist das starke Nachfragewachstum ab dem Sommer letzten Jahres. „Hier zeigen unsere Fahrplanverbesserungen ab Mitte Juni offensichtlich Erfolg“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende, Karl-Friedrich Müller. „Der Einbezug des Altenzentrums in Kirchende nach dem Entfall der Linie 554 der VER und die intensivierte Bedienung des Seniorendorfs des GVS am Nacken haben sich als Gewinn erwiesen. Auch der Einbezug von Kirchende in die erste Fahrt morgens wird sehr gut für Arztbesuche oder Einkaufsfahrten angenommen.“
Im Jahr 2017 ist der Bürgerbus über 63.500 km für die Bürger Herdeckes im Einsatz gewesen, was gegenüber dem Vorjahr ein geringes Wachstum aufgrund des erweiterten Fahrplans darstellt.
Im laufenden Jahr 2018 befasst sich der Bürgerbusverein mit der Beschaffung eines neuen Busses, da das heutige Fahrzeug mit jetzt fast 300.000 km an die Grenzen seiner technisch sinnvollen Möglichkeiten stößt. Dabei stehen vor allem noch mehr Barrierefreiheit für die Fahrgäste und eine größere Umweltfreundlichkeit im Vordergrund der Auswahlkriterien.
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