Bitte diskutieren und weiter erzählen. Danke. Mein Wochenrückblick KW 2

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Liebe Hertenerinnen & Hertener,
liebe Freundinnen & Freunde,

nach einem Urlaub in luftiger Höhe mit mehr Schnee, als man ihn in heimischen Gefilden je zu Gesicht bekäme, bin ich in dieser Woche nun wieder zurück „im Amt“. Es hat gutgetan, die „Batterien aufzuladen“, auch wenn ich als Bürgermeister natürlich stets erreichbar und über die laufenden Entwicklungen im Bilde war.

Frisch zurück in Herten, startete das Arbeitsjahr direkt turbulent. Zu den Themen HertenForum und Sondernutzungssatzung ist an andere Stelle ja schon etliches gesagt worden. Die Heftigkeit einiger Aussagen wundert mich aber doch stark. Schließlich ist es die Aufgabe der Verwaltung, umzusetzen, was der Rat beschließt – und um nichts Anderes geht es beim Thema Sondernutzungssatzung. Ich möchte an dieser Stelle auch kein neues Fass aufmachen, sondern einmal ganz neutral darauf hinweisen, dass wir als Kommune die geplanten Haushaltssicherungsmaßnahmen auch in die Umsetzung bringen müssen. Natürlich sind wir mehr als bemüht, das mit Augenmaß und für alle Beteiligten in möglichst verträglichem Rahmen zu machen.

Am Montag ging es direkt mit Besprechungen zum Thema Jobcenter-Neubau los. Da der Rat am 24. Januar darüber entscheiden soll, an welchem Standort das neue Jobcenter dann endlich errichtet werden kann, muss die Verwaltung natürlich rechtzeitig die dazugehörige Vorlage erstellen, in welcher die in Frage kommenden Standorte beschrieben, dargestellt und miteinander verglichen werden können.

Als Ergebnis der vereinbarten Voruntersuchungen und Machbarkeiten durch das Architekturbüro Feja+Kemper aus Recklinghausen, sowie der verwaltungsinternen Bewertungen, empfiehlt nun die Verwaltungsspitze mit Bürgermeister das Projekt Jobcenter an der Gartenstrasse umzusetzen.
Neben der Nähe zu Rathaus und ÖPNV / ZOB und später S-Bahn Haltepunkt, sprechen auch weitergehende Faktoren für die Gartenstraße, wird hier doch eine bislang – auch aus Gründen der vorliegenden, aber dieses Jahr auslaufenden Förderbedingungen – brach liegende Fläche endlich bebaut und die Möglichkeiten, die sich z.B. mit der Fläche an der Vitusstraße in Zukunft ergeben könnten, bliebe somit offen gehalten, für eine im nächsten Schritt bevorstehende aktive Innenstadtplanung. Auch müsste man an der Gartenstraße keine teure Tiefgarage bauen, die schlimmstenfalls die Baukosten nach oben treiben könnte. Für mich war auch immer wichtig, dass die Gartenstrasse als Option genügend Platz hat um für Mitarbeiter und Kunden ausreichend Parkplätze zu schaffen.
Wie dem auch sei – die Verwaltung hat ihre Aufgabe erledigt, dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit. Nun wird es an der Politik sein, sich zu positionieren und nach Abwägung aller Faktoren eine objektive Entscheidung für die Bürgerschaft, für die Mitarbeiter*innen und Kunden*innen zu treffen.

Denn um "die" geht es letztendlich.

Dienstag. Während CDU/CSU und SPD in Berlin noch sondierten, besuchte mich der wiedergewählte SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Recklinghausen II (Datteln, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick). Ich habe die Gelegenheit genutzt zu betonen, wie wenig Handlungsspielraum den Kommunen gerade im Kreis Recklinghausen aufgrund ihrer Finanzsituation bleibt. Deshalb muss der Bund die richtigen Stellschrauben zur Entlastung der strukturschwachen Kommunen leisten – und das nicht erst übermorgen. Der reine Ausbau von Fördermaßnahmen kann dabei nicht die Lösung sein, denn den zum Teil komplizierten Förderverfahren stehen ja die begrenzter werdenden Personalkapazitäten der Verwaltungen gegenüber.

Am Mittwoch stand die wöchentliche Arbeitssitzung der Wirtschaftsförderungsrunde natürlich auch ein Stück weit unter dem Zeichen der aktuell in der Presse präsenten Themen. So wurde die weitere Vorgehensweise mit der "neuen" Eigentümer-Situation des Forums besprochen und ein erster offizieller Termin für die kommende Woche fix vereinbart. Gleichfalls besteht noch Befarf der Vorbereitung für die Gesprächsrunde mit den eingeladenen Hertener Unternehmer*innen am 17.01. zum Thema Sondernutzungssatzung. Gefolgt von einer Gesprächsrunde am 19.01. mit den eingeladenen Markthänder*innen zum Thema Innenstadtkonzept.

Wir haben aber natürlich eine ganze Menge mehr an Themen in der Wirtschaftsförderung zu „bespielen“ - Standortanfragen, Unternehmenserweiterungen, Bestandskundenbetreuung u.v.m. - und so rast die Zeit in diesen Sitzungen immer unglaublich schnell voran.

Später am Tag war ich zu Gast beim 12. kommunalen Finanzmarktforum NRW in Düsseldorf. Veranstalter dieser regelmäßig stattfindenden Gesprächsplattform ist die NRW-Bank. Die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, hielt einen Vortrag über die künftige Ausrichtung der Landespolitik mit Auswirkung auf unsere Kommunalpolitik unter der CDU/FDP Regierung in Düsseldorf. Des Weiteren standen auf der Tagesordnung verschiedene Podiumsdiskussionen und Vorträge zu Fragen der Finanzmarktsituation und des digitalen Wandels. Beeindruckend war der Vortrag eines Professors (sorry, Name reiche ich gerne nach) vom "German 5G Lab" - der in 15 Minuten aufzeigte - was wir gerade noch alles falsch machen, oder versäumen wenn wir den Sprung ins digitale Zeitalter in den kommenden " 10 Jahren" schaffen wollen.
Für mich sind solche Veranstaltungen nicht nur wichtig, um Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, sondern auch um zu sehen, wohin sich die Trends entwickeln.

Aus demselben Grund habe ich dann später abends den Vortrag „Märkte und Trends 2018“ bei der Sparkasse Gelsenkirchen besucht.

Donnerstags besuchte ich den Neujahrsempfang der Regierungspräsidentin, Frau Dorothee Feller bei der Bezirksregierung in Münster. In ihrer Rede ging es viel um Kooperation – sei es mit den direkten Nachbarn in den Niederlanden, sei es in den Regionen. Für die ländlichen Regionen steht das Thema „Attraktivität des Lebensstandortes“ natürlich noch einmal unter anderen Vorzeichen, als in Städten wie Herten. Die Probleme sind da sicherlich andere, was uns aber nicht davon entbindet, unsere eigenen Probleme zu lösen. Mehr Kooperation und ein stärkeres über-den-Tellerrand-schauen würde den Kommunen in NRW insgesamt sehr viel helfen, davon bin ich überzeugt.

Aus Münster ging es dann zurück nach Herten, zum Neujahrsempfang der Schornsteinfeger im Rathaus. Ein fester Termin im Jahresablauf – heißt es nicht, Schornsteinfeger brächten Glück? Da bringen neun Schornsteinfeger neunmal Glück. Das kann man immer brauchen.  Natürlich ging es auch um Fragen der Entwicklung in unserer Stadt und die Anliegen des Schornsteinfegerhandwerks, um Energieeffizienz bis dezentraler Wärmeversorgung im Stadtgebiet. Schließlich hat sich der Beruf in den letzten Jahrzehnten massiv vom reinen Schlotkehrer hin zum Spezialisten für Abgas- und Lüftungsanlagen, Rauchfänge und Heizungsanlagen verschiedenster Art gewandelt.

Im Anschluss besuchte mich Herr Ludger Blickmann, der neue Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Recklinghausen mit meinem Freund Heinrich Kinzler. Das Handwerk nimmt auch bei uns in Herten nach wie vor eine wichtige Stellung für Arbeitsplätze und Ausbildung ein. Hier konnte ich nochmals mein Thema anbringen und mitgeben, das Handwerk wieder mehr in die Stadt, Stadtmitte und in den Fokus zu rücken. Unsere "Jüngsten" und Jugendlichen besser zu informieren und die Handwerksberufe wieder " fühlbar und erlebbar" zu machen. Das Handwerk zum Menschen bringen und nicht warten bis Menschen zum Handwerk kommen. Als Handwerksmeister eine Herzensangelegenheit.

Der Freitag stand für mich dann ganz im Zeichen der Teilnahme am 5. Spitzentreffen der Arbeitsgemeinschaft Weinheimer Initiative – da diese in Weinheim stattfand, war ich als bekennender "Selbstfahrer" einen guten Teil des Tages „on the road“. Die AG Weinheimer Initiative ist ein Zusammenschluss von Städten, Landkreisen und zahlreichen Organisationen mit dem Ziel kommunaler Koordinierung bei der Gestaltung der Übergänge Schule und Arbeitswelt. Herten ist seit 2007 Mitglied dieser Initiative. Klingt zunächst einmal sehr theoretisch – wenn man aber weiß, dass darin auch Stiftungen wie die Freudenberg-Stiftung mitarbeiten, wird der Bezug zu Herten schnell klar: die Stiftung ist in Herten mit dem Programm „ein Quadratmeter Bildung“ aktiv, bei dem es – verkürzt – darum geht, den Bildungserfolg von Kindern zu verbessern. Mehr dazu können Sie z.B. hier nachlesen: http://www.ein-quadratkilometer-bildung.org/wo/her...
Das Projekt hat 2009 in der Süder Grundschule begonnen und wurde seit her Stück für Stück mit spürbarem Erfolg auf andere Grundschulen ausgeweitet.

Den Abend ließ ich dann direkt von der Autobahn, wieder ganz heimisch, ab 21.30 Uhr auf dem Hof Südfeld bei „1000 Jahre Elpe“ ausklingen.

Samstag Vormittag besuche ich die Neueröffnung - Abendmoden MK Cansel an der Feldstrasse 41.

Für den weiteren Verlauf am Samstag steht der Neujahrsempfang des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes in Recklinghausen auf dem Plan. Seit 2005 begleitet und unterstützt das Team des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien hier im Kreis Recklinghausen. Dort wird eine unglaublich verantwortungsvolle und wichtige Arbeit geleistet, die man gar nicht genug würdigen kann, gerade weil es so ein ernstes Thema ist. Man kann die Arbeit des deutschen Kinderhospizvereins mit ehrenamtlicher Tätigkeit ebenso unterstützen, wie mit Spenden. Schauen Sie doch mal auf der Website https://www.deutscher-kinderhospizverein.de/ambula... vorbei. Seit Jahren bin ich mit "den Akteuren" bereits in Kontakt.

Im Anschluss besuche ich noch kurz die Neueröfgnung "Fitness Disteln" / Swantje Laaser
an der Josefstrasse 18

Am Sonntag wird, nach mehr als dreißig Jahren Tätigkeit in der evangelischen Kirchengemeinde, Pfarrer Ulrich Gallwitz in den (Un-)Ruhestand verabschiedet. Damit geht ein Mensch „in Rente“, der als Seelsorger über lange Zeit unheimlich viel geleistet und seine Gemeinde mitgeprägt hat. Ich freue mich, bei dieser Gelegenheit ein kurzes Grußwort sprechen und mich persönlich bedanken zu dürfen. Und ich hoffe, mir einen Scherz über diesen blauen Verein aus dem Südruhrpott verkneifen zu können – Ulrich Gallwitz ist nämlich Fan des VfL Bochum. Bin gespannt, ob Ihm mein Geschenk - xxxxx aus Langenbochum gefällt.

Falls Sie Jugendfußball mögen, hier noch ein Tip: dieses Wochenende findet in der Sporthalle der Rosa-Parks-Schule der 19. Indoor-Cup des SC Herten statt. Hier werden E- und D-Juniorenteams aus dem ganzen Ruhrgebiet auflaufen. Ich habe die Ehre, Samstag und Sonntag ab 17:30 Uhr bei der Siegerehrung dabei sein zu dürfen. Es ist übrigens ein ganz besonderes Qualitätszeichen für die Vereinsarbeit unserer Sportvereine, wenn man sieht, in der wievielten Auflage die Turniere und Events in unserer Stadt bereits stattfinden. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön und meinen Respekt für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie die Unterstützer, die hinter diesen Veranstaltungen stehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende. Viele Grüße

Ihr Fred Toplak
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