F O R U M . . . .

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Liebe Hertenerinnen und Hertener,
liebe Freundinnen und Freunde,

ich möchte Ihnen heute nochmals meine Vorstellung zum Forum Projekt darlegen. Dieser Text meiner Vorstellung liegt der Politik seit geraumer Zeit vor und ich habe mich für Rückfragen und Gespräche angeboten. Zum Teil konnten wir uns bereits austauschen. Meine Vorlage für die Ratssitzung ist online. Die aktuellen Anträge von SPD/ CDU und die Linke sind im Beschlusstext eingeflossen, können so mit abgearbeitet werden. Nachstehend mein Vorschlag als Gesprächsbasis für eine Entscheidung in öffentlicher Sitzung am 05.Juli in der Ratssitzung.

Seit vielen Jahren erleben wir einen Stillstand in der Entwicklung des Forum Geländes, meines Erachtens mit gravierenden Auswirkungen auf die weitere Innenstadt. Wie es dazu gekommen ist, was dazu beigetragen hat, lasse ich an dieser Stelle außen vor. Es geht mir nicht um die Vergangenheit, sondern um die Zukunft unserer Stadt. Allen beteiligten Akteuren ist die Historie bekannt. Mit Blick nach vorne, möchte ich gerne aufzeigen, an welcher Stelle wir meiner Meinung nach gerade stehen und in welche Richtung wir die Entwicklung gemeinsam weiter vorantreiben sollten.

Der Rat und ich, als Bürgermeister, haben bekanntlich gemeinsam entschieden, den Weg für eine neue Entwicklung frei zu machen. Die Kaufoption für das ehemalige Hutley-Grundstück konnte durch die Gesellschaft Hudson Advisors fällig gestellt werden und aktuell steht meines Wissens nach, dass Grundstück zum freien Verkauf. Nun gehe ich davon aus, dass sich Investoren um das Grundstück bemühen und es ist anzunehmen, das Hudson Advisors daran gelegen ist, das Grundstück zeitnah und bestens zu verkaufen. Ein potenzieller Käufer könnte somit auch THI aus Hannover oder jeder andere, unbekannte Investor sein.

Wir haben im Zweifelsfall als Stadt keinen nennenswerten Einfluss mehr auf einen Verkauf oder auf den Vertragspartner. Wenn wir nicht handeln, könnten wir nach meiner Einschätzung „Gefahr“ laufen, dass dieser Teil der Fläche von einem Investor gekauft wird, der uns als Stadt nur im erforderlich rechtlichen Rahmen an einer Entwicklung beteiligt. Ich und die Verwaltung haben Ideen für eine Nutzung entwickelt und für eine Umsetzung Partner als Investoren vorgestellt. Diese haben ihre grundsätzlichen Pläne im Rat bereits vorgestellt und stehen für weitere informelle Gespräche mit Politik und Verwaltung bereit. Dafür möchte ich an dieser Stelle nochmals werben.
Mit einer proaktiven Entscheidung für einen oder auch mehrere Investoren können gegenüber dem Eigentümer/Verwalter die Zielsetzungen der Stadt Herten für unsere Innenstadt deutlich machen. Für die Umsetzung dieser Pläne haben aus Sicht der Verwaltung geeignete Investoren finden können.

Zwei Faktoren sind mir bei der Betrachtung sehr wichtig. Wir haben zurzeit in der Innenstadt „nur“ Kaufland als Vollsortimenter – und dieser auf günstigem Niveau, sowie kleinstrukturierten Einzelhandel auf Grund der baulichen Gegebenheiten. Wir haben zwar Leerstände in der Innenstadt, aber keine Flächen, die groß genug wären um weiteren Einzelhandel anzusiedeln. Nun haben wir die Chance, dass ein Investor die erforderlichen Rahmenbedingungen schafft, die eine mögliche Ansiedlung zwingend erforderlich macht. (Daran ist es zum Teil in Vergangenheit u. a. gescheitert). Ein Frische-Vollsortimenter – mit einem qualitativ höheren Niveau – (wie z.B. EDEKA) - siedelt sich nur bei entsprechender Flächenverfügbarkeit von mindesten 2.000 bis 2.500 m² Verkaufsfläche und noch wichtiger bei einer ausreichenden Zahl ebenerdiger Parkplätzer direkt vor dem Eingang an. Dies würde bei einem neuen Konzept der neue Investor bereitstellen können. Ergänzt werden kann diese Ansiedlung mit einem Discounter (z.B. ALDI) – diese Kombination ist bereits an vielen Stellen erprobt. Des Weiteren stünden Flächen für Textil- und Warenhausangebote in vom Handel geforderter Qualität und Größe zur Verfügung. Eine zum ZOB und Übergang zur Innenstadt ausgerichtet Gastronomie und ein großes, modernes Fitnessstudio on Top runden das Bild ab. Weiter möchte ich an dieser Stelle gar nicht gehen oder „etwas festlegen“.

Eins wird aber sofort klar und ist mir sehr wichtig hier nochmals aufzuzeigen. Bei der Besetzung der Forum-Fläche, soll es immer um Ergänzungen zur Innenstadt gehen. Also kein Wettbewerb zur restlichen Innenstadt. Ergänzung durch Einzelhandel und Dienstleistungen für die wir in der Innenstadt keine geeigneten Flächen anbieten können. Eine Ergänzung zum vorhandenen Handel – unterstützt durch zusätzlichen, zum Teil ebenerdigen Parkraum. Ich bin davon überzeugt, dass der funktionierende Teil der Innenstadt dadurch gestärkt wird.
Aus meiner Sicht haben sich die Investoren Concepta und HBB als potenzielle Partner qualifiziert. Beide Investoren haben sich für weiterführende Gespräche in den Fraktionen angeboten und möchten das Gelände, jeweils nach eigenem Konzept, wie vorgestellt und unter enger Beteiligung der Stadt entwickeln und bebauen. Concepta hat noch im Juni, also vor der Ratssitzung einen Termin zugesagt. Um wenigstens ein wenig Einfluss zu nehmen, sollten wir einem Investor das Vertrauen aussprechen, sich das Grundstück zu sichern/zu kaufen und nach Rücksprache eine erforderliche Zusammenarbeit signalisieren. Das wäre der Startschuss für eine zügige Weiterentwicklung. Warum sollten wir das tun? Einerseits liegen Gründe darin wie zuvor beschrieben und ich bin persönlich weiterhin davon überzeugt, dass wir die Innenstadt nur durch eine überlegte Mischung aus Einzelhandel und Dienstleistung auf diesem Gelände letztendlich stärken können.

Am Rande möchte ich erwähnen, was aus dem Vorentwurf von Concepta bereits ersichtlich wurde. Der Investor hat meinen Hinweis, die Entwicklung Motorworld auf Ewald mit der Entwicklung Kaiserhof zu verknüpfen, im Ansatz aufgenommen. Auch diesen Aspekt halte ich für interessant, um Synergien in der Akzeptanz und Bewerbung beider Projekte zu nutzen.
Auch bin ich zusammen mit der Verwaltung nach wie vor davon überzeugt, dass das Areal um das Herten-Forum im Zusammenhang entwickelt werden muss. Eine solitäre Maßnahme auf der städtischen Fläche würde dazu führen, dass die Entwicklungsfähigkeit des Gesamtstandorts langfristig behindert oder gar unmöglich gemacht wird. Eine Schrottimmobilie an einer der exponiertesten Stellen Hertens wäre die Folge.

Ich habe das Thema hier bewusst auf die entscheidenden Punkte reduziert.
Sicher gibt es viele Punkte, die im Detail weiter angeführt und diskutiert werden können und sollten – aber für einen „Neustart Innenstadt“ wäre aus meiner Sicht ein konkreter Handlungsauftrag für die Verwaltung in der kommenden Ratssitzung Anfang Juli erforderlich.

Beste Grüße - Ihr Fred Toplak
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