Ausgezeichnet! Hildener Schüler bei "Jugend forscht" erfolgreich

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Jugend forscht - auch in diesem Jahr haben Schüler aus Hilden an dem Wettbewerb erfolgreich teilgenommen. (Foto: Michael de Clerque)
Hilden: Helmholtz-Gymnasium |

Autos, die miteinander kommunizieren, Mehlwürmer, die Styropor abbauen und ein Textverfahren, das gespritzte Äpfel erkennt: Die Themen, mit denen sich Hildener Schüler am Wettbewerb "Jugend forscht" beteiligten, sind vielfältig. Auf Regionalebene haben sie mehrere Preise eingeheimst. Ein Schüler hat sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Valentin Hohnhorst, 16 Jahre, hat sich mit der Vernetzung von Autos beschäftigt und darf so in die nächste Runde von "Jugend forscht". Angenommen, bei einer Kreuzung gilt rechts vor links und es kommen aus allen vier Richtungen Pkws an. Bislang müssen sich die Fahrer verständigen, wer zuerst aufs Gas treten darf. Mit Valentins System könnten dies die Autos untereinander klären - schon bevor sie an der Kreuzung stehen.

Valentin hat zu Hause Modellautos gebaut, sie mit Sensoren und selbst programmierten Mikrocontrollern ausgestattet und sie auf eine extra konzipierte Strecke geschickt. "Allein die Frage, wie ein Auto per Infrarot Informationen übermittelt, ist ein komplexes Feld. Valentin hat zudem für die Versuche eine Software entwickelt", sagt sein Beratungslehrer Dr. Johann Fleschinger vom Helmholtz Gymnasium Hilden (HGH).

Schneller am Ziel

Valentins Ergebnisse: "Die Verkehrsleistung ließe sich mit der Vernetzung um bis zu 60 Prozent verbessern - man wäre also viel schneller am Ziel. Unfälle könnten vermieden werden, LKWs zum Beispiel würden nicht mehr auf das Stauende auffahren. Und Sprit würde auch gespart werden."

Valentin ist bei "Jugend forscht" kein Unbekannter: Der Schüler ist zum sechsten Mal mit dabei und tritt in rund drei Wochen in Leverkusen beim Landeswettbewerb an.
Einen der zweiten Plätze des Regionalwettbewerbs - es gibt mehrere Kategorien - ging an Milena Solinus und Yara Schiefer. Die Schülerinnen griffen eine Entdeckung aus den USA auf, nach dem Mehlwürmer das vermeintlich nicht-abbaubare Styropor verdauen und so abbauen. Einen dritten Platz sicherte sich Ben Eumann, der sich mit der Ökobilanz von Glühbirnen und Leuchtstoffröhren beschäftigte.

Der Sonderpreis in der Kategorie "Gesundheit" ging an Fiona Merten und Lars Krüger von der Höheren Handelsschule sowie an Jian Cheikh Dauod vom Gymnasium aus Rath. Die drei hatten sich damit beschäftigt, wie man möglichst einfach Pestizide bei Obst einsetzen kann - wie man also Bio- von konventionellem Obst unterscheiden kann. "Aus dem Projekt ist ein Patent entstanden", sagt Dr. Markus Hartung vom Berufskolleg Hilden.

Ein weiterer Sonderpreis ging an Bernhard Osterwind vom HGH, der für 13 Jahre Jugend-forscht-Betreuung geehrt wurde.

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