Freitag, der 13. - Premiere "Creatures of the Night" an Peter-Weiss-Gesamtschule Unna

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Dunkle Gestalten und fliegende Vampire: Selbst geschriebener Horror-Mix aus Kult-Tanzfilmen feiert Freitag den 13. Premiere
 
Butler Riff Raff, gespielt von Marion Jütte (l.) erklärt die Ahnengalerie, dargestellt von Alicia Jürgens und Nirojini Ratnasingam.Bemüht sich aber vergeblich um Aufmerksamkeit.
Dunkle Gestalten und fliegende Vampire:
Selbst geschriebener Horror-Mix aus Kult-Tanzfilmen feiert Freitag den 13. Premiere

Fliegende Vampire und eine Verfolgungsjagd um verwinkelte Schlossmauern – Spannung ist garantiert bei „Creatures of the Night“. Die lernt eine Schülergruppe bei einem Ausflug von der finstersten, aber auch sympathischen Seite kennen. Ruhm erlangten die dunklen Kreaturen in Rocky-Horror-Picture-Show, Nachts im Museum und dem Anime-Streifen Hotel Transilvannien. An der Peter-Weiss-Gesamtschule steht ein besonderes Self-Made-Musical vor der Premiere.


In der Freizeit schickten sie ihre Fantasie auf die Reise, die Pädagoginnen Franziska Waßmuth und Janine Siepmann verknüpften ihre Ideen und Personen zu einem Horror-Musical. Die Deutsch- und Religionslehrerin profitierte von der Bühnenerfahrung der Sprachenlehrerin Janine Siepmann wie diese von der pädagogischen Text- und Theaterarbeit, Schwerpunkt von Franziska Waßmuth. An der Naturbühne Hohensyburg spielte Janine Siepmann einen größenwahnsinnigen Kater ebenso wie die Hermia in Shakespears Sommernachtstraum. Für die Freilichtbüne in Syburg schlägt das Schauspielerherz von Janine Siepmann seit vielen Jahren und es strahlt aus auf die Musical-AG.

Vor mehr als einem Jahr kam die Musical-Idee ins Rollen. „Jeder hat mal eine Szene geschrieben, dazu haben wir Figuren erfunden“, erklärt Franziska Waßmuth. Handlung: Eine Schul-Projektgruppe unternimmt mit zwei Lehrerinnen eine Schlossbesichtigung. Die erweist sich zunächst als sterbenslangweilig, drei Schüler bleiben schließlich zurück und treffen auf abgedrehte Figuren der Nacht. Wie stark der Einfluss realer Klassenfahrten ist, darüber schweigen sich die Pädagoginnen aus. Für rund 40 Schüler der Klasse 7 bis 13 heisst es seit einem Jahr: Rauf auf die Bühne. Sie greifen auf selbst genähte Kostüme ebenso zurück wie auf den PWG-Fundus, der angesichts zahlreicher Theaterinszenierungen stattlich ist. Die Requisiten werden auch von Eltern und engagierten Lehrern gebaut. Schilder, eine Hausfassade, ein Dach, ein Techniker bastelte sogar einen Kessel. Für die Schüler hat das Musical neben dem Spaß am Thema wichtige Effekte: „Sie lernen aufeinander zu achten, Disziplin ist wichtig“, so Janine Siepmann. Text- und Teamarbeit stehen im Mittelpunkt. Wer noch mit dem Textbuch probt muss sich beeilen. Bis zur Premiere sollten alle textsicher sein.

Neu ist das pädagogische Zweier-Gespann an der Spitze. Waßmuth-Siepmann wollten weg vom Vorlagen-Musical, auch für sie Neuland. Das Besondere des Projektes ist auch die Technik, maßgeblich in Händen von Marco Rüdiger. Auf einer Leinwand werden animierte Videos gezeigt. Blutsauger nahmen in der „Greenbox“ Platz, die einen freigestellten Vordergrund und effektvolle Hintergründe ermöglicht. So fliegt die Vampirtochter locker durch die Luft, in verwinkelten Gängen suchen die Lehrerinnen hektisch ihre Schüler. Erstmalig vernetzt sich das Theaterprojekt mit Arbeitsgemeinschaften. So probt die Modern Dancing AG Kl. 5/6 unabhängig davon und bringt im Musical einen Song auf die Bühne. „Jetzt beginnt die Verzahnung“, erklärt Janine Siepmann. Auch mit einem Bläserensemble, das separat arbeitet. Andere AG-Leiter sind somit Teil der Inszenierung. Bei den fünf Aufführungen sind insgesamt 60 Schüler aktiv, auch selten in einem Schülertheater. Zufall oder Absicht: Die Premiere findet ausgerechnet am Freitag, den 13. Februar, statt.


Info

„Creatures of the Night“ der Musical-AG feiert am Freitag, 13. Februar, seine Premiere in der Aula der Peter-Weiss-Gesamtschule. Weitere Vorstellungen sind am 14., 20, 21. und 28. Februar. Der Eintritt beträgt 8 (erm. 5) Euro, Karten sind erhältlich an der Gesamtschule und in der Buchhandlung Hornung.



3 Fragen an – Janine Siepmann, Englisch-/ Italienischlehrerin

Im Vordergrund unserer Arbeit stehen unsere Schülerinnen und Schüler, das heißt sobald Planungen losgehen orientieren wir uns an der Gruppe. Es sind unheimlich viele aus allen Jahrgängen der PWG, die auf schöne Rollen, tolle Lieder und weitere spannende Aufgaben warten. Natürlich gibt es viele schöne Vorlagen, aber wenn dann der Rollenspiegel und die Liedauswahl nicht 100% zu uns passt, muss etwas Eigenes her. Der Reiz etwas Neues zu entwickeln und der Fantasie freien Lauf zu lassen ist einfach größer. Bei den Schülern ist so noch mehr Kreativität gefragt. Wir sind bei der Arbeit flexibel und können z.B. auch Liedwünsche berücksichtigen und an eine passende Stelle einbauen, außerdem wird es drei eigens komponierte Lieder von Miriam Rüdiger geben.“


Wie bringen Sie Spannung in den Handlungsmix, von dem mancher Zuschauer nur Ausschnitte aus dem Kino kennt?

In der Geschichte treffen zwei Welten aufeinander, die der Menschen und die der Monster. Der leicht paranoide Graf Dracula tut alles dafür, um seiner Tochter Mavis vorzugaukeln, dass Menschen furchtbar und schrecklich sind. Eine Liveband spielt, wir arbeiten mit unterschiedlichen Lichtstimmungen, Nebel, Soundeffekten und Videoprojektionen. Es gibt fantasievolle Kostüme und Requisiten. Am spannendsten ist es allerdings die individuelle Leistungsentwicklung eines jeden Schülers auf unserer Bühne zu beobachten.



Was ist die Hauptrolle in Creatures of the Night und was verkörpert sie?

Die Hauptrolle im Stück hat das Vampirmädchen Mavis, gespielt von Selig Dag. Mavis wird 116 Jahre, das ist bei Vampiren das Teenageralter. Selin besucht die 10. Klasse und stellt eine Figur dar, mit der sich die meisten Teenager selbst identifizieren können. Es gibt aber auch noch weitere spannende Rollen, wie z.B. den Butler Riff Raff und das Zimmermädchen Magenta, gespielt von Marion Jütte und Julia Kullnat, die viele Gesangsparts im Stück übernehmen.
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