Theatertruppe InTeam stärkt Austausch Ost-West

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Mit einer Siegertrophäe gekrönt ist das aktuelle Bühnenstück „Missing her – Romeo und Julia OHNE Romeo und Julia“ der Jugendtheatergruppe InTeam der Jugendkunstschule Unna. Jetzt spielen die Schüler unter der Leitung von Theaterpädagogin Monika Paris den modern aufgemachten Klassiker sogar in Dresden und folgen einer Einladung der hiesigen Jugendkunstschule.
 
In fast zehn Jahren viel Theatererfahrung sammelten auch Paula Arndt (PGU, 16J.) und Tristan Torwarth (Waldorf-Schule Dortmund, 18 J.)
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Mit einer Siegertrophäe gekrönt ist das aktuelle Bühnenstück „Missing her – Romeo und Julia OHNE Romeo und Julia“ der Jugendtheatergruppe InTeam der Jugendkunstschule Unna. Jetzt spielen die Schüler unter der Leitung von Theaterpädagogin Monika Paris den modern aufgemachten Klassiker sogar in Dresden und folgen einer Einladung der hiesigen Jugendkunstschule.

Beim Theater-Festival in Hagen brachte das Ensemble die Jury ins Schwitzen. Denn bevor InTeam als allerletzte Gruppe am zweiten Tag auftrat stand bereits ein anderer Sieger fest. Das Ensemble aus Unna erregte mehr als Interesse und die Jury revidierte die Entscheidung. Es ist das Schauspiel, das auch der selbst benannten Gruppe InTeam am besten von allen gefällt, die sie in den über zehn Jahren ihres gemeinsamen Schauspielens in der JKS Unna auf die Bühne brachten. Diesmal sollte es ein Klassiker sein, nachdem im Laufe der Jahre nahezu alle Genre durchgespielt wurden. „Das Besondere“, so Monika Paris,“ ist die Tatsache, dass „Romeo und Julia ohne Romeo und Julia“ stark am Original, aber im Stil des film noir, also Chicago der 40er Jahre ist.“ Viel Wert legt die Gruppe daher auf Ästethik. Dabei stehen nur Textfragmente fest, für die meisten Szenen wird der Text frei entwickelt. Anders als im Original: Während etwa Romeo auf einer Feuerleiter steht, stellt sich die Frage, was machen die Freunde eigentlich, wie geht es denen. Stets kann also improvisiert werden, was viel Variation in die Szenen bringt.

Nur gucken

Erfahrungen haben die jungen Schauspieler reichlich. Viele haben vor über zehn Jahren begonnen. „Und mancher wollte nur gucken und gleich wieder gehen“, erinnert sich Monika Paris. Sie ist seit 25 Jahren an der Jugendkunstschule Unna verantwortlich im Bereich Jugendtheater. In jedem Jahr probt sie ein neues Theaterstück mit Schülern ein. Zahlreiche heutige Theaterpädagogen und Schauspieler haben die Jugend-Kunstschule Unna durchlaufen, etwa Nachwuchsregisseur Felix-Maxim Eller. Jetzt bereitet sich einer der Darsteller des InTeam auf ein Vorstellungsgespräch an der Theaterakademie München für den Bereich Regie vor. Unter 400 Bewerbern gelangte er in die Top Zehn-Auswahl. Einige Jungschauspieler haben Bewerbungsgespräche an der Folkwangschule Essen. Dabei ist Monika Paris eines wichtig: „Erst mal zum Spaß schauen, nichts überstürzen.“ Auf InTeam ist sie besonders stolz, weil die Teilnehmer eine hohe Sozialkompetenz haben, Mobbing oder Ausgrenzung blieben aussen vor und das darstellerische Niveau sei sehr groß.

Weltoffenheit

„Missing her – Romeo und Julia OHNE Romeo und Julia“ soll Brücken schlagen. Die Reise nach Dresden zwischen dem 5. und 8. Januar soll auch das Image des Elbflorenz verbessern und evtl. Vorurteile aus dem Weg räumen, wünscht sich Monika Paris. „Wir möchten landesübergreifende Freundschaften und Kontakte aufbauen.“ Die Bürgerstiftung Unna unterstützt das Projekt mit 1.150€. So lernen die 16 Jugendlichen der JKS Unna von den Gastgebern bei einem Stadtrundgang die sächsische Hauptstadt aus deren Sicht kennen lernen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Pegida Problematik sei es den Dresdener Heranwachsenden ein echtes Anliegen ihre Weltoffenheit zu demonstrieren und Stereotype aufzubrechen.
Im Mittelpunkt steht aber das Schauspiel. Eine gemeinsame Probe des Dresdner JKS-Tanzensembles und ein anschließendes Abendessen stehen auf dem Programm. Und schließlich wird InTeam ein Gastspiel geben im Theatersaal der Jugendkunstschule Dresden. Ein gemeinsamer Theater- Improvisationsabend mit interessierten Jugendlichen ist ebenfalls geplant. Ebenso ein Gegenbesuch im Sommer 2017.
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